Digitalisierung in der Landwirtschaft

Digitalisierung in der Landwirtschaft

Das Land Hessen unterstützt Landwirtinnen und Landwirte dabei, die Chancen der Digitalisierung für sich nutzbar zu machen. Ziel ist es, mit digitalen Lösungen die Umweltverträglichkeit zu verbessern, das Tierwohl zu steigern, das Management zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken.

Die Vorteile von sektorspezifischen Softwareanwendungen sollen möglichst breit genutzt werden. Im Fokus stehen dabei nach Teil II E der Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung von Innovation und Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und in ländlichen Gebieten sowie der Digitalisierung in der Landwirtschaft (RL-IZ) folgende drei Zwecke:

  1. Steigerung der Zielgenauigkeit der organischen sowie der mineralischen Düngung, insbesondere bei Stickstoff und Phosphor und damit eine Entlastung der Umwelt sowie ein verbesserter Schutz von Oberflächengewässern und Grundwasser.
  2. Entlastung der Umwelt sowie der Schutz der Biodiversität durch die Verringerung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel. Dazu dient die Förderung digitaler Technik in der mechanischen oder physikalischen Beikrautbekämpfung im selektiven und teilflächenspezifischem Pflanzenschutz.
  3. Verbesserung der Tiergesundheit und die Steigerung des Tierwohls durch frühzeitiges Erkennen und Dokumentieren von Auffälligkeiten und Gesundheitsproblemen bei Nutztieren mit Hilfe von Sensorsystemen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich Unternehmen im Hinblick auf die Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie von Produkten und Dienstleistungen umfassend beraten lassen.

  • Unternehmen der Landwirtschaft (einschließlich Garten- und Weinbau) mit Sitz in Hessen

  • Unternehmen in Hessen, die einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften und unmittelbar kirchliche, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke verfolgen

  • Rechtsfähige Zusammenschlüsse von landwirtschaftlichen Unternehmen mit Sitz in Hessen

  • Maschinenringe sowie Wasser- und Bodenverbände mit Sitz in Hessen, sofern sie landwirtschaftliche Tätigkeiten wahrnehmen bzw. Dienstleistungen für die Landwirtschaft erbringen

Erwerb von Agrarsoftware oder Erwerb einer Nutzungslizenz

  • 500 Euro einmaliger Euro Zuschuss (Festbetrag)

  • Mindestinvestitionsvolumen 1.500 Euro netto

Einsatz von Sensortechnologie zur organischen und mineralischen Düngung

  • Zuschuss in Höhe von bis zu 40 Prozent des förderfähigen Investitionsvolumens

  • ggf. EIP-Agri-Bonus von +20 Prozent

  • Mindestens 10.000 Euro nachgewiesene zuwendungsfähige Netto-Ausgaben

  • Förderobergrenze 30.000 Euro je Einheit / System

Digitale Hack- und Pflanzenschutztechnik zur Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes

  • Zuschuss in Höhe von bis zu 40 Prozent des förderfähigen Investitionsvolumens

  • ggf. EIP-Agri-Bonus von +20 Prozent

  • Mindestens 10.000 Euro nachgewiesene zuwendungsfähige Netto-Ausgaben

  • Förderobergrenzen zwischen 25.000 und 100.000 Euro je nach Fördergegenstand

Digitale Systeme zur Überwachung des Gesundheitszustandes von Nutztieren und zur Verbesserung des Tierwohls

  • Zuschuss in Höhe von bis zu 40 Prozent des förderfähigen Investitionsvolumens

  • ggf. EIP-Agri-Bonus von +20 Prozent

  • Mindestinvestitionsvolumen 2.000 Euro

  • Förderobergrenze 15.000 Euro je System

Beratung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen sowie von Produkten und Dienstleistungen

  • Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent des Beratungshonorars

  • Maximal 600 Euro je Tagewerk, insgesamt maximal 6.000 Euro

Schlagworte zum Thema