Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Weinbaubetriebe fördern

Weinbau

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Weingut an der hessischen Bergstraße
Ein geplanter thematischer Schwerpunkt der Zusammenarbeit in der Weinbauforschung ist die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien im Weinbau.
© Fotolia/M.Rosenwirth

Mit den beiden Weinbaugebieten Rheingau und Hessische Bergstraße liegen zwei kleinere der insgesamt 13 weinrechtlich bestimmten deutschen Anbaugebiete. Im Rheingau gibt es rund 3.616 ha bestockte Rebfläche. Die Hessische Bergstraße ist mit knapp 450 ha bestockter Rebfläche das kleinste der 13 deutschen Weinbaugebiete; im Ertrag sind etwa 436 ha. Ungefähr ein Viertel der bewirtschafteten Fläche sind Steillagen. Das Anbaugebiet zeichnet sich dadurch aus, dass auf einer sehr kleinen Fläche mit vielen unterschiedlichen Böden eine recht große Rebsortenvielfalt angebaut wird. Der Rheingau ist mit knapp 3.166 ha bestockter Rebfläche das deutliche größere Weinanbaugebiet (im Ertrag sind etwa 3.085 ha). Bezogen auf die gesamte bestockte Rebfläche in Deutschland entfallen 3 Prozent auf den Rheingau und 0,4 Prozent auf die Hessische Bergstraße. Nach Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern liegt Hessen bundesweit auf dem vierten Platz der weinproduzierenden Bundesländer.

Der Flächenanteil der Rebsorten in den beiden hessischen Anbaugebieten unterscheidet sich. Während im Rheingau Riesling und Spätburgunder mit zusammen über 91 Prozent dominieren, erreichen die beiden Sorten an der Hessischen Bergstraße zusammen lediglich 56,5 Prozent. An der Bergstraße sind zusätzlich Ruländer, Müller-Thurgau und Grüner Silvaner von Bedeutung.

Um die hessischen Weinbaubetriebe in die Lage zu versetzen, sich durch die Erzeugung von Qualitätsprodukten im Wettbewerb zu behaupten und am Erhalt der Kulturlandschaft aktiv mitzuwirken, unterstützt das Land Hessen die Weinbaubetriebe mit einem breiten Spektrum an Beratungs- und Förderleistungen.  

Durch Weinbau geprägte Kulturlandschaften sollen erhalten bleiben

Weinbau in Hessen wird fast ausschließlich an Standorten betrieben, die durch keine andere landwirtschaftliche Kultur genutzt werden können. Hang-, Steil- und Terrassenlagen prägen die Landschaft seit Jahrhunderten und stellen besondere Anforderungen an die Bewirtschaftung. Ziel der hessischen Landesregierung ist es, die möglichst vollständige Bewirtschaftung der Steillagen nachhaltig zu sichern und damit einen Beitrag zur Erhaltung der besonderen Weinbergsflora und -fauna und der Kulturlandschaft zu leisten.

Umweltschonende Anbau- und Behandlungsverfahren sichern die Qualität

Der Einsatz von mineralischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln wird auf ein notwendiges Maß beschränkt. Sofern es der Wasserhaushalt des Bodens zulässt, wird auf eine vielfältige Begrünung wertgelegt.

Die biologische Bekämpfung des Reblausbefalls wird bei der Forschungsanstalt Geisenheim mit finanzieller Unterstützung des Landes erforscht.