Ein Buntspecht an einem Baum

Naturwälder

Neben dem Klimaschutz nimmt der Erhalt der Artenvielfalt im Wald eine zentrale Bedeutung für die Landesregierung ein.

Naturwälder

Hessen ist mit rund 895.000 Hektar das Bundesland mit dem höchsten Waldanteil. Die Landesregierung hatte sich verpflichtet zehn Prozent der Staatswaldfläche als Naturwaldflächen auszuweisen und damit die Anforderungen der nationalen und Hessischen Biodiversitätsstrategie zu erfüllen. Seit April 2019 ist dieses Ziel erreicht und 31.900 Hektar für die freie Entfaltung der Natur vorgesehen. Naturwälder, die über 100 Hektar groß sind, werden dauerhaft für den Naturschutz gesichert. Für die Ausweisung als Naturschutzgebiet haben Anfang 2021 die ersten Verfahren begonnen.

Die Erweiterung der Naturwälder im Staatswald führt dazu, dass über ganz Hessen verteilt die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten vergrößert und gesichert werden. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. In Naturwäldern können Bäume in Ruhe altern, in ihren Baumhöhlen finden viele Tiere wie Schwarzspecht und die Bechsteinfledermaus Unterschlupf. Umgefallene und abgestorbene Bäume bleiben liegen und werden von Insekten bewohnt. Ebenso bieten Naturwälder Rückzugsräume für Wildkatzen und Luchse.

Im Reinhardswald, der Kühkopf-Knoblochsaue und dem Wispertaunus sind die Naturwaldflächen über 1.000 Hektar groß. Weitere große Naturwaldflächen wie zum Beispiel im Kammerforst, im Vogelsberg, am Grünen Band bei Wanfried oder am Landecker Berg haben das Biotopverbundnetz erweitert. Das ist wichtig für die Wanderung von Tierarten und die Weiterverbreitung von bedeutenden Pflanzenarten.

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