Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Telekommunikation

Roaming

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Smartphone mit Apps
© Fotolia/ra2 studio

Dank Roaming funktionieren Handys auch über Landesgrenzen hinweg. Sobald man im Ausland angekommen ist, bucht sich das Handy bei einem Netzbetreiber im Ausland ein und zwar automatisch in das sendestärkste Netz. Dies muss aber nicht immer am günstigsten sein. In der Regel stehen im Urlaubsland dem Verbraucher mehrere ausländische Mobilfunk-Netze zur Verfügung, mit denen der deutsche Mobilfunkanbieter so genannte "Roaming-Abkommen" geschlossen hat. Die Tarife dieser ausländischen Netzbetreiber können hierbei sehr unterschiedlich sein. Seit 1. Juli 2014 können Verbraucher einen von ihrem nationalen Mobilfunkanbieter unabhängigen, alternativen Anbieter von Roamingdiensten wählen. Sie bleiben dabei weiterhin auf ihrer Mobilfunknummer erreichbar.

In den vergangenen Jahren ist Telefonieren im Ausland immer günstiger geworden. Dafür hat die EU gesorgt. Die EU-Roamingverordnung soll verhindern, dass Verbraucher nach der Rückkehr aus dem Urlaub von unverhältnismäßig hohen Telefonrechnungen überrascht werden, nachdem sie im Ausland telefoniert oder größere Datenmengen aus dem Internet heruntergeladen haben. Die Roamingverordnung trat am 1. Juli 2012 in Kraft. Sie legt unter anderem einen einheitlichen Eurotarif in den 27 Mitgliedsländern der EU fest und gilt in EU-Mitgliedsstaaten für Vertrag- und Prepaid-Tarife und enthält eine Reihe von Maßnahmen, die den Wettbewerb im Bereich des Roamings stärken sollen. Ab Juni 2017 sollen die Preisobergrenzen für mobile Telefonate und die Internetnutzung auf Smartphones im europäischen Ausland wegfallen. Hierfür hat sich auch Hessen über den Bund bei der EU stark gemacht. Bei Telefonaten außerhalb der EU ist weiterhin Vorsicht geboten – hier gelten die EU-Verordnung nicht und damit auch keinerlei Preishöchstgrenzen.

Telefonieren im Ausland ist somit günstiger geworden, aber immer noch vergleichsweise teuer. Vor Reiseantritt sollte man sich daher genau informieren, welche Kosten bei der Handynutzung im Ausland anfallen.

Um ins Internet zu gehen, sollte man sich nicht über seine SIM-Karte einwählen, sondern dafür beispielsweise das hoteleigene Drahtlosnetzwerk (WLAN) oder ein Internetcafe nutzen.