Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Selbstauskünfte bei Unternehmen, Behörden und Schufa

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Eine Tastatur mit einer roten Taste, auf der ein §-Symbol abgebildet ist
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Verbraucher  haben das Recht zu erfahren, welche persönlichen Informationen bei Auskunfteien, aber auch Facebook & Co.  vorliegen. Jedes Unternehmen und jede Behörde muss auf Anfrage hin sämtliche Daten, die über den Antragsteller gespeichert sind, schriftlich nennen. Basierend auf dem Bundesdatenschutzgesetz (§34 des Bundesdatenschutzgesetzes) haben Verbraucherinnen und Verbraucher auch das Recht zu erfahren, woher das Unternehmen diese gespeicherten Daten hat, an wen diese Daten von dort weitergeleitet wurden und zu welchen Zwecken die Daten gespeichert werden.

Alle Informationen zu einem solchen Auskunftsersuchen erhalten Sie im VerbraucherFenster Hessen: Selbstauskünfte bei Unternehmen, Behörden und Schufa

Scoring

Banken, Versandhäuser oder auch Telekommunikationsunternehmen treten häufig gegenüber ihren Kunden in Vorleistung. Sie möchten sich daher vor Vertragsschluss über die Kreditwürdigkeit oder die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden informieren. Hierfür nutzen sie die Dienste von Auskunfteien.

Die führende Auskunftei Deutschlands, die SCHUFA, verfügt laut eigenen Angaben über 728 Millionen Daten zu 4,3 Millionen Unternehmen und 66,3 Millionen natürlichen Personen. Aber auch andere Auskunfteien sind von Bedeutung und verfügen über große Datensätze wie die Creditreform Tochter CEG Creditreform Consumer GmbH oder die Infoscore Consumer Data GmbH (ICD), ein Unternehmen der Bertelsmann-Gruppe. Daneben zählen Unternehmen wie die BÜRGEL Wirtschaftsinformationen GmbH, Deltavista GmbH, SAF Accumio, EOS Information Services GmbH und die Deutsche Mieterdatenbank DEMDA zu den bekanntesten Auskunfteien. Mit den vorliegenden Daten kann nahezu von jedem Bundesbürger ein Finanzporträt erstellt werden.

Problematisch wird es, wenn veraltete oder fehlerhafte Daten gespeichert sind. Wird anhand dieser Daten die Kreditwürdigkeit oder Zahlungsfähigkeit bewertet, kann es zu Fehleinschätzungen kommen. Verbraucher erfahren das meist erst, wenn der Kreditvertrag von der Bank abgelehnt oder die Lieferung eines Artikels nur gegen Vorkasse möglich ist. In solchen Fällen lohnt es sich, die Daten schnellstmöglich berichtigen zu lassen.

Informationen zum so genannten Scoring erhalten Sie ebenfalls im VerbraucherFenster Hessen: Scoring – Bonität von Kreditkunden