Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Kompetenzen erlangen

Verbraucherbildung im schulischen Bereich

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Schülerinnen im Untericht.
© HKM/Alexander von Michalewsky

Verbraucherbildung ist eine fachübergreifende, fächerverbindende Aufgabe in allen Schulformen und Jahrgangsstufen.

In den Bildungsstandards für die Sekundarstufe 1 findet die Verbraucherbildung in besonderer Weise Berücksichtigung. Im Unterricht werden die Inhalte, die Schüler zu kritischen Verbrauchern erziehen sollen, vorrangig in den Leitfächern Politik und Wirtschaft, Arbeitslehre, Kunst/Musik und Biologie vermittelt.

In der gymnasialen Oberstufe liegt der Schwerpunkt in der Einführung in die Wissenschaften und der Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen, die zum Verständnis ökonomischer Zusammenhänge, sowohl national als auch global, notwendig sind sowie der ethischen Reflexion menschlichen Wirtschaftens. Die Inhalte konzentrieren sich auf die drei Kernbereiche der Verbraucherbildung „Ökonomische Bildung“, „Medienkompetenz“ und „Gesunde Ernährung/Nachhaltigkeit“.

Die Schüler sollen durch den Unterricht befähigt werden, Konsumentenentscheidungen als kritische Verbraucher – auch im Sinne von Nachhaltigkeit – begründet zu treffen. Nicht erst seit der Finanzkrise gehören Kenntnisse in wirtschaftlichen Fragen zur Allgemeinbildung. Vom privaten Haushalt ausgehend wird in der Sekundarstufe I das Wirtschaften (Bedürfnisse, Werbung, Geld, Sparen, Kredit, Schulden) im Bereich der ökonomischen Bildung thematisiert und in der Sekundarstufe II auf das Verständnis gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge erweitert.

Medienkompetenz erwerben die Schüler in verschiedenen Fächern. Auch außerschulische Lernorte werden einbezogen, beispielsweise der Hessische Rundfunk oder das Deutsche Filmmuseum. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien zu erziehen. Damit die Schüler sich den Anforderungen der Zukunft stellen können, ist der Umgang mit den neuen Medien auch ein wichtiges Thema in den Schulen. Bei der privaten Anwendung werden die Risiken oft unterschätzt - die möglichen Folgen sind meist nicht vorhersehbar. Daher werden Lehrerinnen und Lehrer gezielt geschult, um ihren Schülern diese Risiken bewusst machen zu können.

Erkenntnisse darüber, welche Speisen und Getränke bevorzugt verzehrt werden sollen, sowie das Wissen, woher die entsprechenden Lebensmittel kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurden, sind zentrale Voraussetzungen für bewusstes Einkaufs- und Verbraucherverhalten. Immer mehr junge Menschen haben nur eingeschränkte Kenntnisse über Lebensmittel und deren Herkunft. Diesem Trend wirkt schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung entgegen. Die Arbeit an den Schulen wird durch das beim Hessischen Kultusministerium angesiedelte Programm „Schule & Gesundheit“ unterstützt.

Ziel aller Maßnahmen ist die Integration von Themen der Ernährungs- und Verbraucherbildung in den Unterricht möglichst vieler Fächer, ergänzt durch übergreifende Projekte und Maßnahmen. Erfolgreiche Beispiele hessischer Schulen zeigen, dass ein ausgewogenes Angebot im Rahmen der Pausen- und Mittagsverpflegung positiv von Kindern und Jugendlichen angenommen wird.

Ansprechpartner für all diese Angebote und auch für weitergehende Fragen zur Ernährungs- und Verbraucherbildung ist die Servicestelle „Schule & Gesundheit“ (Reiner Mathar, r.mathar@na-hessen.de, 06441/9248018). In Fragen rund um die Schulverpflegung steht Frau Dr. Katja Schneider, Vernetzungsstelle Schulverpflegung zur Verfügung (Katja.Schneider@kultus.hessen.de; 069 38989367).