Maßnahmen zur Verbesserung der Luft

Luftreinhalteplanung

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Luftreinhaltepläne
Symbolbild für einen Luftreinhalteplan
© HMUKLV

Schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen entstammen im Wesentlichen drei großen Bereichen: Dem gewerblichen Bereich, dem häuslichen Bereich sowie dem Verkehr. Gegen jeden Verursacher (Emittenten), der zu einer Überschreitung von Luftimmissionsgrenzwerten z.B. bei Feinstaub oder Stickstoffoxid beiträgt, sind entsprechend seinem Anteil Maßnahmen zu richten, um die Luftqualität zu verbessern. Die Festlegung dieser Maßnahmen erfolgt im Rahmen von Luftreinhalteplänen und Plänen für kurzfristige Maßnahmen (ehemals Aktionplänen).

Voraussetzung für die Planung von Luftreinhaltemaßnahmen ist eine umfassende Bestandsaufnahme der vorhandenen Emissionen, Immissionen sowie der meteorologischen und topographischen Gegebenheiten. Dazu werden alle Emittentengruppen im Hessischen Emissionskataster erfasst und durch Umrechnungen und Berechnungen in Verbindung mit Emissionsfaktoren in einer landesweiten Emissionsdatenbank zusammengefasst und durch Berechnungen wiederum für die betroffenen Flächenbelastungen aufbereitet. Das Emissionskataster wird vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) geführt.

Die vorhandene Belastung mit Luftschadstoffen wird durch das landesweite Luftmessnetz erhoben. Das HLNUG hat die Aufgabe die Immissionsbelastung durch Gase und Stäube, die in der Luft enthalten sind und schädliche Umwelteinwirkungen hervorrufen können zu ermitteln. 35 Messstationen überwachen die Luftqualität in Hessen. 

Werden Überschreitungen von Immissionsgrenzwerten an den Luftmessstationen registriert, müssen innerhalb von zwei Jahren nach Bekanntwerden der Überschreitung Luftreinhaltepläne aufgestellt werden. Die Aufstellung und Fortschreibung der Luftreinhaltepläne erfolgt durch das Umweltministerium. In enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen werden Maßnahmen festgelegt, die zu einer dauerhaften Verminderung der Schadstoffbelastung führen sollen. Bei Maßnahmen, die den Verkehr beschränken oder verbieten wird das Einvernehmen mit den zuständigen Straßenbau- und Straßenverkehrsbehörden hergestellt. Während der Aufstellung der Luftreinhaltepläne erfolgt eine Beteiligung der Öffentlichkeit, die Bedenken oder Anregungen zu dem Planentwurf abgeben kann.

Luftreinhaltepläne und -planentwürfe - Öffentlichkeitsbeteiligung

Bei der Aufstellung oder Fortschreibung von Luftreinhalteplänen ist die Öffentlichkeit zu beteiligen. Während der angegebenen Beteiligungsfrist können Anregungen oder Bedenken zu den Plänen schriftlich an das Umweltministerium gerichtet werden.

Gültige Luftreinhaltepläne

Entwürfe von Luftreinhalteplänen

2. Fortschreibung des Luftreinhalteplans für den Ballungsraum Kassel

Aufgehobene Luftreinhalte- und Aktionspläne

Die aufgehobenen Luftreinhalte- und Aktionspläne traten in Kraft am:

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