Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Gewässserschutz

Spurenstoffstrategie Hessisches Ried

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Hessisches Ried
Hessisches Ried
© Lukas Meyer, Hess. Umweltministerium

Im Hessischen Ried liegt eine besondere Gewässersituation vor. Sie ist gekennzeichnet durch die große Bedeutung der Grundwasservorkommen für die Trinkwasserversorgung der Metropolregion Rhein-Main sowie gleichzeitig durch abflussarme und aufgrund der hohen Besiedlungsdichte stark abwasserbelastete Fließgewässer. Im Abwasser sind Spurenstoffe wie Arzneistoffe, Haushalts- und Industriechemikalien, Pflanzenschutzmittel und Biozide enthalten, die durch die aktuelle Kläranlagentechnik nicht zurückgehalten werden. Somit können diese Spurenstoffe in die Fließgewässer und zum Teil ins Grundwasser gelangen. Grund hierfür ist, dass die schützenden Deckschichten, die die Grundwasserleiter überdecken, im Ried teilweise sehr durchlässig sind. Dieser Eintragsweg wurde durch Untersuchungsergebnisse des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie nachgewiesen.

Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde die vorliegende Strategie zur Vermeidung und Verminderung des Spurenstoffeintrags in die Gewässer des Rieds (Spurenstoffstrategie Hessisches Ried) entwickelt. Ziel dieser Strategie ist, durch geeignete Maßnahmen die stoffliche Belastung der Fließgewässer im Ried zu vermindern sowie die Grundwasservorkommen im Ried langfristig für die Trinkwassernutzung zu schützen.

Die vorliegende Strategie setzt die im Juni 2017 verabschiedeten Empfehlungen des Stakeholder-Dialogs auf Bundesebene zur Reduktion der Spurenstoffeinträge in die Gewässer in die Praxis um.

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