Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Fischereiwesen

Fischerei in Hessen

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Silhouette eines Fischers mit Lachs
Die Silhouette eines Fischers
© Lusia - Fotolia

Hessen ist durchzogen von Quellen, Bächen und Flüssen. Baggerseen, Talsperren und Teiche geben der Landschaft ein Gesicht. Natürliche Seen gibt es in Hessen hingegen keine. Fließgewässer, Baggerseen und Talsperren bilden eine Wasserfläche von ca. 29.000 ha, wovon ca. 27.800 ha fischereilich genutzt werden.

Die Fischerei umfasst sowohl den Fang von Fischen, Krebsen und Muscheln zur Nahrungsgewinnung als auch den Schutz, die Erhaltung und die Fortentwicklung der im Wasser lebenden Tier- und Pflanzenwelt sowie deren Lebensräume. Flüsse, Bäche und Teiche sind mit ihren Auen wegen der großflächigen Ausdehnung, ihres vernetzenden Charakters sowie der Artenvielfalt von zentraler Bedeutung für den Naturhaushalt. Sie werden seit Jahrhunderten auf vielfältige Art durch die Menschen genutzt. Fisch ist eine leicht bekömmliche Proteinquelle und weit mehr als eine Fastenspeise. Wer regelmäßig Fisch isst, versorgt seinen Körper mit Jod, verschiedenen Vitaminen,  Spurenelementen und ungesättigten Fettsäuren.

Die in Hessen aufgewachsenen und gefangenen Fische stammen jedoch nur zu einem geringen Bruchteil aus dem Fischfang in natürlichen Gewässern. Insbesondere Forellen aber auch zahlreiche andere Arten werden hauptsächlich in Fischzuchtanlagen aufgezogen. Hierbei handelt es sich um künstlich angelegte Teiche und Kreislaufanlagen in unterschiedlichsten Ausführungen. Ungefähr 50 Betriebe im Haupterwerb sowie weitere 700  Betriebe im Nebenerwerb betreiben in Hessen Fischzucht.

Fischereiverwaltung

Die oberste Fischereibehörde ist das für das Fischereiwesen zuständige Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Die Oberen Fischereibehörden sind bei den drei hessischen Regierungspräsidien eingerichtet.

Die Aufgaben der unteren Fischereibehörde werden in Landkreisen vom Kreisausschuss und in den kreisfreien Städten vom Magistrat als Aufgaben zur Erfüllung nach Weisung wahrgenommen. Im Nationalpark nimmt das Nationalparkamt die Aufgaben der unteren Fischereibehörde wahr.

Rechtsvorschriften:

Im Hessischen Fischereigesetz (HFischG) und dessen Rechtsverordnungen steht die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei als Voraussetzung für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Fisch im Vordergrund. Das Gesetz dient dem Schutz, der Erhaltung und der Fortentwicklung heimischer Fische, Krebse und Muscheln als Bestandteil des Naturhaushaltes und als Lebensgrundlage für den Menschen.