Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
WRRL

EG-Wasserrahmenrichtlinie

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© HMUKLV/HLUG
Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (EG-Richtlinie 2000/60/EG) (WRRL) legt einen europaweiten Gemeinschaftsrahmen für den Schutz und die Bewirtschaftung des Wassers fest. Die WRRL strebt einen integrierten Gewässerschutz an. Demnach
  • sind sowohl Oberflächengewässer als auch das Grundwasser zu schützen,
  • wird der Gewässerschutz qualitativ und quantitativ angegangen und
  • erfolgt eine ökologische und eine ökonomische Betrachtungsweise.
Als Haupteinheit für die Bewirtschaftung definiert die EG-WRRL sogenannte Flussgebietseinheiten. Diese bestehen aus einem oder mehreren benachbarten Einzugsgebieten und den ihnen zugeordneten Grundwässern und Küstengewässern.
 

Ziel der Richtlinie

Ziel der EG-WRRL ist die Erreichung bzw. der Erhalt eines guten Zustandes des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer. Dies bedeutet:
  • für die oberirdischen Gewässer eine Überwachung des ökologischen und chemischen Zustandes,
  • für das Grundwasser eine Überwachung des chemischen und mengenmäßigen Zustandes.
Oberflächengewässer und Grundwasser sollen demnach geschützt, verbessert und saniert werden. Eine Verschlechterung des Zustandes der oberirdischen Gewässer und des Grundwassers ist zu verhindern.
 

Umsetzung in Hessen

Die Umsetzung der WRRL in Hessen ist im hessischen Bewirtschaftungsplan und Maßnahmenprogramm festgelegt. Die Dokumente für die Periode 2015 bis 2021 wurden Ende des Jahres 2015 durch Umweltministerin Hinz festgestellt.

Die Gesamtverantwortung für die einwandfreie und fristgerechte Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie liegt beim Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV). Ihm obliegen die Rechts- und Fachaufsicht und die Koordination gegenüber den nachgeordneten Behörden. Damit ist das HMUKLV die nach EG-WRRL gegenüber der EU benannte zuständige Behörde gemäß Anhang I EG-WRRL.
Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie ist verantwortlich für die Überwachung des Gewässerzustandes. Des Weiteren unterstützt es die anderen Behörden durch konzeptionelle Arbeiten.
Die Regierungspräsidien sind in Zusammenarbeit mit den Unteren Wasserbehörden für die Umsetzung der Maßnahmen gemäß hessischem Maßnahmenprogramm verantwortlich.
Die Zuständigkeit für die Umsetzung der Maßnahmen an Bundeswasserstraßen liegt beim Bund.

Um alle hessischen Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu versetzen, werden noch die beiden Bewirtschaftungsperioden 2015 bis 2021 und 2021 bis 2027 in Anspruch genommen werden müssen. Dies wurde im Bewirtschaftungsplan 2009 bis 2015 bereits dargelegt.