Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Finanzielle Unterstützung

Forstliche Förderung

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Waldbild im Nationalpark - HMUELV
© Hess. Umweltministerium

Die Förderung forstwirtschaftlicher Maßnahmen in den Privat- und Körperschaftswäldern soll im Rahmen naturnaher Waldbewirtschaftung die Entwicklung zu einer leistungsfähigen, klimaangepassten Forstwirtschaft unterstützen und im Schwerpunkt die Biodiversität erhalten beziehungsweise verbessern. Die Ziele und Erfordernisse der Raumordnung, der Landesplanung und des Naturschutzes sind zu beachten, um die strukturellen und ökologischen Rahmenbedingungen des ländlichen Raumes mit seinen vielfältigen, ökologisch wertvollen Landschaftselementen zu erhalten und gegebenenfalls zu verbessern. Die Maßnahmen können einer fachrechtlichen Zulassung bedürfen. Außerdem soll die Förderung zur Entwicklung zukunfts- und gemeinwohlorientierter forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse in Hessen beitragen. Ein Teil der Maßnahmen werden über den Entwicklungsplan des Landes Hessen für den ländlichen Raum - Programmplanungsperiode 2014 bis 2020 - nach der Verordnung (EU) Nr. 1305/2013  von der Europäischen Union mitfinanziert. Der Bund beteiligt sich finanziell über den Rahmenplan der Gemeinschaftsaufgabe zur "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes".

Auf der Grundlage der geltenden Förderrichtlinie berät der Landesbetrieb Hessen-Forst Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer über die finanzielle Unterstützung bei der Bewirtschaftung ihres Privat- oder Kommunalwaldes. Ziel ist die Sicherung der Nutzfunktion, der Schutzfunktion, Erholungsfunktion und der Klimaschutzfunktion des Waldes. Zum einen soll die ökologische Stabilität des Waldes und die Umsetzung der Erfordernisse in Natura-2000 Gebieten gesichert werden, zum anderen die Produktions-, Arbeits- und Absatzbedingungen in der Forstwirtschaft verbessert werden.

Was wird gefördert?

A.  Förderung der Erstaufforstung

  • Kulturbegründung einer Erstaufforstung auf bisher nicht forstwirtschaftlich genutzten Flächen
  • Nachbesserungen

B.  Förderung einer naturnahen Waldbewirtschaftung

  • Vorarbeiten
  • Waldumbau
  • Jungbestandspflege
  • Bodenschutzkalkung
  • Bodenschonende Holzernte
  • Zertifizierung
  • Waldentwicklung

C.  Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse

  • Waldpflegevertrag
  • Mitgliederinformation und Mitgliederaktivierung
  • Zusammenfassung des Holzangebots
  • Professionalisierung

D. Förderung der forstwirtschaftlichen Infrastruktur

  • Neubau forstwirtschaftlicher Wege
  • Ausbau forstwirtschaftlicher Wege
  • Grundinstandsetzung forstwirtschaftlicher Wege 
  • Holzkonservierungsanlagen

F.  Förderung bei Kalamitäten

  • Aufarbeitung des Schadholzes und Flächenräumung

Wer wird gefördert?

Zuwendungsempfänger können - außer für Maßnahmen nach Abschnitt C - natürliche Personen, juristische Personen des Privat- und öffentlichen Rechts als Besitzer von land- und forstwirtschaftlichen Flächen und Gemeinschaftsforsten und anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse  im Sinne des Bundeswaldgesetz sowie Forstbetriebsvereinigungen nach dem Hessischen Waldgesetz, sofern sie rechtsfähig sind. Zuwendungsempfänger für Maßnahmen nach Abschnitt C können anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse im Sinne des Bundeswaldgesetzes sein.

Ansprechpartner?

Die Obere Forstbehörde beim Regierungspräsidium in Darmstadt ist für die Forstliche Förderung in ganz Hessen die zuständige Einreichungs- und Bewilligungsstelle.