Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ressourcenschutz - Endliche Rohstoffe in geschlossenen Kreisläufen

Schwerpunkt: Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm

Phosphorkreislauf
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© Hess. Umweltministerium

Die am 29. Juni 2017 vom Deutschen Bundestag beschlossene Verordnung zur Neuordnung der Klärschlammverwertung ist am 3. Oktober 2017 in Kraft getreten. Sie wird in den kommenden Jahren einschneidende Veränderungen bei der Nutzung anfallender Klärschlämme in Deutschland mit sich bringen.

Die bodenbezogene Klärschlammaufbringung wird weitgehend beendet und eine Pflicht zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm eingeführt. Die Neufassung der Verordnung sieht vor, dass nach einer Übergangsfrist von 12 Jahren bzw. 15 Jahren für Kläranlagen über 100.000 bzw. über 50.000 Einwohnerwerten Phosphor aus dem Abwasser, dem Klärschlamm oder der Klärschlammasche zurückgewonnen werden muss. Kleineren Abwasserbehandlungsanlagen ist es weiterhin unter strengen Bedingungen erlaubt, den Klärschlamm auf die Felder zu bringen.

Auf dem Markt existieren bereits vielfältige Phosphorrückgewinnungsverfahren, die mehr oder weniger ausgereift sind. Der Entwicklungsstand bzw. die Anwendungsreife der Verfahren sind sehr unterschiedlich. Die Wahl des Verfahrens richtet sich stark nach den regionalen und örtlichen Gegebenheiten vor Ort.

Das HMUKLV hat zur Unterstützung der Hessischen Kommunen bei dieser neuen Aufgabe einen Phosphordialog seit Mitte 2016 gestartet und mehrere zentrale und regionale Veranstaltungen für die betroffenen Akteure durchgeführt. Informationen zu diesen Veranstaltungen sowie die Vorträge finden Sie unter der Rubrik Phosphordialog.

Wie geht es weiter?

Das Umweltministerium wird in den kommenden Monaten in einen intensiven Dialog mit den Betreibern von Kläranlagen, Klärschlammverbrennungs- und Phosphorrückgewinnungsanlagen treten. Ziel ist es, gemeinsam kluge regionalbezogene Lösungen zu finden und die anfallenden Klärschlämme als Rohstoffquelle für Phosphor zu etablieren.

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