Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Erhalt von Ökosystemen

Naturschutzgebiete

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Ein Schild mit der Aufschrift Naturschutzgebiet vor einem Wald
Naturschutzgebiet
© Hessen-Forst

Naturschutzgebiete sind streng geschützte, rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete zur Erhaltung von Ökosystemen. In ihnen gilt ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen.

Ein Naturschutzgebiet (NSG) ist eine Schutzkategorie des gebietsbezogenen Naturschutzes nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Gemäß § 23 Abs. 1 BNatSchG sind Naturschutzgebiete "rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete, in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen

  1. zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung von Biotopen oder Lebensgemeinschaften bestimmter wild lebender Tier- und Pflanzenarten,
  2. aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen oder
  3. wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder hervorragenden Schönheit erforderlich ist."

Ihre Ausweisung erfolgt durch die oberen Naturschutzbehörden bei den drei Regierungspräsidien in Darmstadt, Gießen und Kassel durch eine Rechtsverordnung. Aus raumordnerischer Sicht kommt dem Naturschutz in diesen Gebieten eine Vorrangfunktion zu. Sie bilden neben den Nationalparken bedeutsame Flächen zur Erhaltung der Biodiversität in Deutschland.

In Hessen sind in den verschiedenen Naturräumen 763 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtgröße von mehr als 36.000 ha ausgewiesen (siehe Natureg). Das entspricht einem Flächenanteil von ca. 1,7 Prozent der Landesfläche. Die durchschnittliche Größe eines hessischen Naturschutzgebietes beträgt rund 50 ha.

Deutschland verfügt, Stand 31.12.2009, über 8.481 Naturschutzgebiete. Die Naturschutzgebietsfläche in Deutschland beträgt 1.301.420 ha. Dies entspricht 3,6 Prozent der Gesamtfläche.