Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Lärmimmissionen

Tieffrequente Geräusche / Infraschall

Im Allgemeinen werden Frequenzen von unter 100 Hz als tieffrequenter Schall bezeichnet. Schallwellen unter 20 Hz, die vom menschlichen Gehör in der Regel nicht mehr gehört werden können, werden als Infraschall bezeichnet. Die Luftdruckschwankungen werden in diesem Bereich als Pulsation oder Vibration mit einem zusätzlichen Druckgefühl in den Ohren wahrgenommen. Je tiefer die Frequenz ist, desto höher muss der Schalldruck sein, damit ein Mensch sie über das Hören wahrnimmt.

Hörfläche

In der Natur treten tieffrequente Geräusche und Infraschall z.B. bei Erdbeben, Stürmen und bei Gewittern auf. Technische Schallquellen sind zum Beispiel Pumpen, Biogasanlagen, Transformatoren, Klimaanlagen oder Windenergieanlagen. Bei Windenergieanlagen sind besonders die am Ende der Rotorblätter entstehenden Wirbelablösungen Ursache der Infraschallimmissionen. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei den vorgeschriebenen Abständen der Windenergieanlagen zu Wohnungen die Infraschallimmissionen deutlich unterhalb der Hörschwelle des Menschen liegen.

Die Beurteilung von tieffrequenten Geräuschen und Infraschall erfolgt nach der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm -TA Lärm und nach der DIN 45680. Trotz der Einhaltung der in der Norm konkretisierten Vorschriften kann es in der Umgebung von Windkraftanlagen zu Beschwerden von Anwohnern kommen, die sich belästigt und in ihrer Gesundheit beeinträchtigt fühlen.

Weitergehende Informationen finden sich beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung: