Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Lärmimmissionen

Straßenverkehrslärm

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Lärmschutzwand
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Als Straßenverkehrslärm wird Lärm von Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen bezeichnet. Geräusche von Fahrzeugen auf Betriebs- oder Werksgeländen, im Anlieferbereich von Verkaufseinrichtungen (z.B. Supermärkten) einschließlich auf den dazugehörenden Parkplätzen, zählen nicht zum Straßenverkehrslärm. Diese Lärmemissionen gehören zum Gewerbelärm. Geräusche von Fahrzeugen auf privatem Gelände, z.B. im Hof, sind ebenfalls kein Straßenverkehrslärm. Hierbei handelt es sich um Nachbarschaftslärm.

Lärmaktionsplanung für den Straßenverkehr

Die Lärmaktionspläne für den Straßenverkehr und die Ballungsräume Wiesbaden und Frankfurt der 1. Stufe wurden im Oktober 2010 von den Regierungspräsidien nach zwei Öffentlichkeitsbeteiligungen veröffentlicht. Sie sind unter den unten stehenden Links zu finden. Die Lärmaktionspläne werden regelmäßig fortgeschrieben. Die 2. Stufe der Lärmaktionsplanung für Hauptverkehrsstraßen mit mehr als 3 Millionen KFZ/Jahr sowie den Ballungsräumen Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Kassel befindet sich derzeit in Erarbeitung.

Gesetzliche Regelungen

Eine generelle Regelung zum Schutz vor Straßenverkehrslärm gibt es in Deutschland nicht. Lediglich beim Neubau oder einer wesentlichen Änderung einer Straße sind in der Sechzehnten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (16. BImSchV) (Verkehrslärmschutzverordnung) Immissionsgrenzwerte zum Schutz der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen festgelegt. Die Verordnung enthält auch die Berechnungsvorschriften zur Ermittlung der Geräuschbelastung. Einfluss auf die Immissionen haben u.a. die Anzahl der Fahrzeuge und deren Geschwindigkeit, der Fahrbahnbelag, die Steigung der Straße und der Abstand des Immissionsortes zur Straße. Überschreitet die errechnete Belastung die festgelegten Grenzwerte, sind Schallschutzmaßnahmen, z.B. Schallschutzwände, -wälle oder Schallschutzfenster erforderlich.

Eine Lärmsanierung an bestehenden Straßen wird bei sehr hohen Lärmbelastungen durchgeführt. Bei Straßen, die sich in der Baulast des Bundes befinden, wird sie als freiwillige Leistung auf der Grundlage haushaltsrechtlicher Regelungen gewährt. Die Immissionsgrenzwerte für die Lärmsanierung sind in den Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen in der Baulast des Bundes (VLärmSchR 97) aufgeführt.

Art und Umfang der notwendigen Schallschutzmaßnahmen legt die Vierundzwanzigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (24. BImSchV)(Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung) fest.