Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Risiken erkennen

Chemikalien

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Eine junge Frau arbeitet in einem Labor - © kasto / Fotolia.com
Eine junge Frau arbeitet in einem Labor
© kasto / Fotolia.com

Chemikalien stiften Nutzen, können aber auch gefährlich sein. Es ist deshalb wichtig, chemikalienbedingte Risiken für Mensch und Umwelt zu erkennen, bekannt zu machen und zu begrenzen. In der Europäischen Union sind zurzeit über 100.000 Industriechemikalien angemeldet, die in mehr als einer Million Zubereitungen und Produkten auf dem Markt sind. Zwischen 500 und 1.000 neue chemische Verbindungen kommen jährlich hinzu.

Gesetzliche Regelungen

Die zentrale Verordnung zur Chemikaliensicherheit ist die  REACH-Verordnung (EG-Verordnung Nr. 1907/2006) zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation of CHemicals). Sie verpflichtet Hersteller oder Importeure zur Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften (wie z.B. giftig, krebserregend, umweltgefährlich) von Stoffen und zur Abschätzung der Wirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt, erfasst auch die Verwendung der Stoffe als solche und als Bestandteil von Erzeugnissen, verbietet oder beschränkt bestimmte gefährliche Stoffe und führt ein Zulassungsverfahren für besonders gefährliche Stoffe ein. Zudem verpflichtet die REACH-Verodnung Hersteller oder Importeure zur Information sowohl über gefährliche Eigenschaften als auch über sichere Verwendungen der Stoffe innerhalb der Lieferkette und verpflichtet gewerbliche Verwender eine eigene Sicherheitsanalyse durchzuführen, wenn der Verwender von den Empfehlungen des Herstellers oder Importeurs abwei

Chemikaliensicherheit in Hessen

Das Regierungspräsidium Darmstadt ist hessenweit für die Überwachung der Chemikaliensicherheit nach dem Chemikaliengesetz und der auf dieses Gesetz gestützten Rechtsverordnungen, einschließlich der EG-Verordnungen, die Sachbereiche dieses Gesetzes betreffen zuständig. Weiterhin ist das Regierungspräsidium Darmstadt die zuständige Behörde für die Organisation und Durchführung von Inspektionen nach der Guten Laborpraxis (GLP) und Erlaubnisbehörde für den Handel mit giftigen und sehr giftigen Stoffen nach § 2 der Chemikalien-Verbotsverordnung.

Die Überwachung umfasst insbesondere die Kontrolle:

  • des Handels mit Bioziden,
  • der Verbote des Inverkehrbringens von gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und Erzeugnissen nach Anhang XVII der REACH-Verordnung,
  • des Handels und des Umgangs mit FCKW und FKW,
  • Registrierungsverfahren nach REACH für Stoffe vor ihrer Markteinführung.