Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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QUERSCHNITTSTHEMA BODENSCHUTZ

Bodenschutz in Kommunen

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Großflächiges Bodenprofil einer siedlungsnahen Ackerfläche
Großflächiges Bodenprofil einer siedlungsnahen Ackerfläche
© Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie

Ob es um die Entwicklung neuer Baugebiete, Fragen der Niederschlagsversickerung oder die Wirkung von Grünflächen auf das Kleinklima geht – Maßnahmen in der Fläche betreffen immer den Boden. Deshalb haben wesentliche kommunale Aufgaben direkt oder indirekt mit dem Umweltmedium Boden zu tun, dies gilt insbesondere für die Arbeit der Planungs-, Bau-, Grünflächen- und Umweltämter.

Die Funktionen des Bodens als Pflanzenstandort und im Wasserhaushalt sind auch im besiedelten Bereich und seiner Umgebung von elementarer Bedeutung. Der Erhalt funktionsfähiger Böden ist ein wichtiger Baustein zur Klimaanpassung und für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung.

Der sparsame und schonende Umgang mit Böden und ihr Schutz vor nachteiligen Einwirkungen sind gesetzlich verankerte Ziele, denen auch die Kommunen verpflichtet sind. Mehr noch: Das Hessische Altlasten und Bodenschutzgesetz bestimmt, dass die öffentliche Hand, also auch Städte und Gemeinden, vorbildhaft zur Erreichung dieser Zielsetzungen beizutragen haben.

Wie die Weichen hierfür bei politischen Entscheidungen gestellt werden können und welche Instrumente für die praktische Umsetzung zur Verfügung stehen, wird in zwei Broschüren des hessischen Umweltministeriums für folgende Schwerpunkte erläutert:

  • Platz zum Wachsen lassen. Mehrwert von Böden erkennen.

  • Stadtklima kühler planen. Klimafunktionen des Bodens nutzen.

  • Flächenverbrauch begrenzen. Böden bewerten und gezielt erhalten.

  • Wasser besser managen. Mit dem Speicherpotenzial des Bodens rechnen.

  • Bodengefüge schützen. Gesunden Boden vor Belastung schützen.

  • Bodenschutzkonzept erstellen. Aufgaben zum Bodenschutz ämterübergreifend vernetzen.

Die Broschüren richten sich an alle, die politische Entscheidungen zu diesen Themen auf kommunaler Ebene treffen, sowie an Vertreterinnen und Vertreter von Ämtern, Firmen und Büros, die entsprechende Aufgaben in und für Kommunen bearbeiten. Die Broschüren stehen zum Download und als Druckfassung zur Verfügung.

Im November 2016 finden fünf Informations- und Diskussionsveranstaltungen statt, in denen die Inhalte der Broschüren vorgestellt und diskutiert werden.