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FSC-Wald

Weitere elf Forstämter im hessischen Staatswald sind FSC-zertifiziert

Ministerin Hinz: „Mit der zweiten Tranche ist die Hälfte der hessischen Forstämter FSC-zertifiziert – wir setzen damit ein Zeichen für eine ökologische, ökonomische und soziale Waldbewirtschaftung.“

FSC-zertifizierter Wald in Königstein
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FSC-zertifizierter Wald in Königstein
© HMUKLV

„Fast die Hälfte Hessens ist von Wald bedeckt. Der Wald ist Erholungsraum, Lebensraum und Ressource. Wir müssen ihn schützen und bewahren. Mit der FSC-Zertifizierung von weiteren elf Forstämtern setzen wir ein Zeichen für eine ökologische, ökonomische und soziale Bewirtschaftung“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute im Forstamt Königstein. Nachdem im April 2015 die ersten neun Forstämter zertifiziert wurden, konnten nun im Zuge einer zweiten Tranche folgende Forstämter in die FSC Staatswaldgruppe „Hessen-Forst“ neu aufgenommen werden: Bad Schwalbach, Fulda, Hofbieber, Jesberg, Jossgrund, Kirchhain, Königstein, Vöhl, Wolfhagen, Darmstadt und Lampertheim. Dieburg war bereits 2011 nach dem FSC-Standard zertifiziert worden.

„Unser Ziel war es, zu Beginn des Jahres 2016 die Hälfte der 41 hessischen Forstämter zertifiziert zu haben. Das haben wir geschafft“, freute sich Hinz.  21 Forstämter und insgesamt 140.000 Hektar Wald tragen nun die Zertifizierung nach FSC-Standard. „Eine naturnahe Waldwirtschaft mit verantwortungsvoller Holzernte und einer gezielten Förderung der biologischen Vielfalt  ist mir ausgesprochen wichtig. Die FSC Standards helfen uns dabei, die Balance von Schutz und Nutzung im Gleichgewicht zu halten“, machte Hinz deutlich.

In FSC-zertifizierten Wäldern müssen mindestens fünf Prozent der Fläche aus der Bewirtschaftung herausgenommen und als so genannte Referenzflächen ausgewiesen werden. Der Schutz alter Bäume und seltener Baumarten wiederum leistet einen Beitrag zur Biodiversität und Artenschutz im Wald, da gerade diese Habitatbäume einen wichtigen Lebensraum für Tiere darstellen. Die Wahl der Baumarten richtet sich nach der natürlich vorkommenden Waldgesellschaft – in Hessen ist diese sehr stark von der Buche geprägt. „Nachhaltige Waldbewirtschaftung heißt: Der Wald muss stabiler und artenreicher werden – auch im Hinblick auf den Klimawandel und die Folgen des Klimawandels“, so Ministerin Hinz. Bei der FSC-Zertifizierung geht es darüber hinaus auch um den gesetzlich vorgeschriebenen Gesundheits- und Arbeitsschutz im Wald. Der hohe Standard bei Hessen-Forst wurde bei der FSC-Zertifizierung ebenfalls bestätigt.

Jörg van der Heide, Leiter der FSC Staatswaldgruppe, sieht durch die jährlichen Audits in den Forstämtern, die Veröffentlichung von Auditergebnissen und die Beteiligung von Interessierten am Zertifizierungsprozess ein Höchstmaß an Transparenz geschaffen: „Unsere Waldpflege dient schließlich Wald und Gesellschaft. Deshalb ist uns der Austausch mit allen am Wald Interessierten sehr wichtig. Unsere kontinuierlich verbesserten Qualitätsstandards in den Forstämtern waren die Basis für dieses Zertifikat.“

„Das Angebot an FSC-Holz in Hessen wird jährlich um rund 840.000 Festmeter steigen. Entscheiden sich die Verbraucherinnen und Verbraucher für Holzprodukte mit FSC-Zertifizierung, können sie sicher sein, dass das Holz aus einer nachhaltigen Forstwirtschaft stammt.“ Unabhängige Zertifizierung nach hohen Maßstäben steigert das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die nachhaltige Waldbewirtschaftung des Landes, so Hinz.

Hintergrund:

Forest Stewardship Council, kurz FSC, ist ein Zertifizierungssystem für eine umweltfreundliche, sozialförderliche und ökonomisch tragfähige Bewirtschaftung von Wäldern sowie einen  verantwortungsvollen Umgang mit den globalen Waldressourcen. Der Hessische Staatswald umfasst 343.000 Hektar, das entspricht rund 16 Prozent der gesamten Landesfläche. Insgesamt umfasst die Waldfläche in Hessen gut 895.000 Hektar, also etwa 42 Prozent der Landesfläche. Für die Erteilung des Zertifikats hat der Landesbetrieb Hessen-Forst eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft beauftragt. Diese überprüfte nach festgelegten Kriterien die Arbeitsweisen und Ziele in den Forstämtern und bestätigte deren Übereinstimmung mit dem FSC-Standard.

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