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Soziale Stadt

Vier neue Standorte in das Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen

Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz: „Insgesamt fördern wir 30 Standorte in 22 Städten und Gemeinden mit rund 20,9 Millionen Euro.“

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Das "Innere Westend" in Wiesbaden ist ein Quartier, das aus dem Programm "Soziale Stadt" Fördermittel erhält
© Reinhard Berg

„Einzelne Stadtteile und Quartiere in hessischen Städten haben einen besonderen und individuellen Entwicklungsbedarf. Das betrifft den Städtebau genauso wie soziale und ökonomische Probleme. Das Land unterstützt diese Städte mit verschiedenen Stadtentwicklungsprogrammen. Ein wichtiger Baustein ist das Förderprogramm Soziale Stadt, das besonders stark auf die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort setzt“, so Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz zum Bund-Länder-Programm. „Insgesamt stehen 20,9 Millionen Euro im Programm Sozial Stadt zur Verfügung.“ Die Fördergelder des Programms stammen jeweils zur Hälfte vom Bund und dem Land. Kommunen selbst beteiligen sich mit weiteren rund 10,4 Millionen Euro. Förderfähig sind dabei sowohl innerstädtische und innenstadtnahe Stadtgebiete als auch große Wohnsiedlungen am Stadtrand.

In diesem Jahr wurden vier neue Standorte in das Programm aufgenommen: Frankfurt-Nied, Hünfeld-Nord- und Ostend, Kassel-Forstfeld und Waldau  sowie Stadtallendorf-Inseln in der Stadt II können somit in den nächsten zehn Jahren Anträge auf Förderung für die nachhaltige Stadtentwicklung in ihren Quartieren im Programm Soziale Stadt stellen. Insgesamt werden damit 30 Standorte in 22 Städten und Gemeinden in Hessen über das Programm Soziale Stadt gefördert. Die Zuwendungsbescheide für die 30 Standorte im laufenden Jahr werden in diesen Tagen in Kooperation mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) an die Kommunen versandt.

Kooperation mit Akteuren vor Ort

„Wichtig ist, dass die vielfältigen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation gebündelt werden. Im Sinne einer nachhaltigen Stadterneuerung erfolgt in den Projekten daher eine enge Verknüpfung sozialer, ökologischer, kultureller und ökonomischer Handlungsfelder“, so die Ministerin. Die enge Kooperation der Gemeinden mit den Akteuren vor Ort spielt eine ebenso große Rolle: „Anwohnerinnen und Anwohner werden bereits in der Planungsphase konsequent miteinbezogen. So sichern wir die größtmögliche Akzeptanz und Teilhabe – und damit auch den Erfolg der Projekte“, so Ministerin Hinz.  „Ich bin überzeugt davon, dass das gewünschte Ziel einer städtischen Entwicklung und einer besseren Wohnqualität nur erreicht werden kann, wenn alle Anwohner sich gemeinsam für ihr Quartier einsetzen und miteinander kooperieren. So entsteht auch das notwendige Gefühl der Gemeinsamkeit“, betonte Priska Hinz.

Die Bewohnerinnen und Bewohner im Quartier können den Erfolg der integrierten Standortentwicklung direkt erleben: Gebäude und Wohnumfeld werden neu gestaltet, attraktive öffentliche Aufenthaltsräume werden geschaffen und Infrastrukturangebote installiert, die sich immer nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort richten.  „Wegen der Bedeutung und der guten Ergebnisse des Programms Soziale Stadt ist für das Programm auch im Jahr 2017 eine weitere Aufstockung der Fördermittel vorgesehen. Vor dem Hintergrund der Haushaltskonsolidierung ist das keine Selbstverständlichkeit“, betonte Ministerin Hinz.

Programm Soziale Stadt stößt andere Investitionen an

Das Programm Soziale Stadt erfüllt die Funktion eines städtebaulichen Investitionsprogramms mit erheblicher Anstoßwirkung für andere öffentliche und private Investitionen. „Die Erfahrung vieler Jahre zeigt, dass jedem Euro staatlicher Förderung ein Vielfaches an privaten Investitionen folgt“, bekräftigt Ministerin Hinz. Darüber hinaus ist die Soziale Stadt Leitprogramm zur Integration anderer wichtiger Politikfelder wie beispielsweise Jugend- und Sozialpolitik, Wohnungsbau und lokale Beschäftigung – unter Einbeziehung der jeweiligen Akteure im Stadtteil und in der Gemeinde.

Liste der Standorte im Programmjahr 2016

Stadt/Gemeinde  Maßnahme   Fördermittel

1.    Baunatal                             Baunsberg       963.000

2.    Butzbach                          Degerfeld              545.000

3.    Darmstadt        Pallaswiesenviertel/Mornewegviertel   681.000

4.    Dreieich          Hirschsprung/Breitensee     246.000

5.    Frankfurt a. M.     Ben Gurion Ring       700.000

6.    Fulda          Ostend/Ziehers Süd         817.000

7.    Gemünden/Wohra     Innenstadt        1.677.000

8.    Gießen        Flussstraßenviertel            183.000

9.    Gießen        Nördliche Weststadt       1.167.000

10.  Groß-Zimmern     Ortskern              1.293.000

11.  Hanau    Freigerichtsviertel              545.000

12.  Hanau     Südliche Innenstadt        2.178.000

13.  Hofheim a. T.    Nord                       642.000

14.  Kassel       Rothenditmold                858.000

15.  Kassel           Wesertor                   432.000

16.  Kelsterbach    An der Niederhölle      875.000

17.  Marburg      Ockershausen/ Stadtwald   209.000

18.  Marburg       Waldtal                              241.000

19.  Neu-Isenburg   Stadtquartier West       113.000

20.  Neustadt (Hessen)      Stadtkern        1.167.000

21.  Offenbach a. M.   Südliche Innenstadt     1.575.000

22.  Steinbach (Taunus)  Östliches Stadtgebiet und Innenstadt  506.000

23.  Wetzlar      Dahlheim/Altenberger Straße    2.109.000

24.  Wiesbaden      Gräselberg            102.000

25. Wiesbaden   Inneres Westend      108.000

26.  Wiesbaden  Schelmengraben      329.000

Neuaufnahmen

27.  Frankfurt a.M.    Nied        175.000

28.  Hünfeld  Nord- und Ostend   55.000

29.  Kassel  Forstfeld und Waldau   208.000

30.  Stadtallendorf   Inseln in der Stadt II   185.000       

Weitere Informationen zur Städtebauförderung und zum Förderprogramm Soziale Stadt finden Sie unter: www.nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de

 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Mischa Brüssel de Laskay
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