Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Nachhaltigkeit

Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser zeichnet „Umweltschulen 2018“ aus

Thema: 
Naturschutz & Klimaschutz
20.09.2018Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Schulen werden für ihr besonderes Engagement für die Integration von Themen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihre Schule geehrt.

„Heute werden die nordhessischen Schulen als Umweltschulen geehrt, die mit ihren spannenden Projekten zu Themen der nachhaltigen Entwicklung gezeigt haben, dass sie Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen wollen“, sagte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser, an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule/König-Heinrich-Schule in Fritzlar. Dort zeichnete sie 83 Schulen als Umweltschulen aus. Hessenweit nehmen inzwischen fast 200 Schulen an dem Landesprogramm „Umweltschule“ teil.

„Das Landesprogramm Umweltschule ist sehr gut dafür geeignet, um junge Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln zu motivieren und auch durch die Förderung von Gestaltungskompetenz dazu zu befähigen“, erklärte Tappeser. Es sei außerdem sehr erfreulich, dass das Programm über die letzten Jahre eine kontinuierlich hohe Teilnahmerate verzeichnen konnte.

Junge Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln motivieren

Seit 2017 werden die Umweltschulen gleichzeitig als Mitglieder in das Schulnetzwerk der Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ aufgenommen. Dieses bundesweit einzigartige Netzwerk vereint mittlerweile 269 Schulen, die durch insgesamt sechs verschiedene Zugangsauszeichnungen für besonderes Engagement in der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet wurden. Somit erhielten die heute ausgezeichneten Schulen als Ergänzung zu der bekannten Umweltschul-Plakette zusätzlich die neue Plakette der Dachmarke „Nachhaltigkeit lernen in Hessen“ überreicht.

In einer die Auszeichnungsveranstaltung begleitenden Ausstellung zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie sie beispielsweise Klimaschutz, Wasser, Ressourcen, Naturschutz, Wald, Biodiversität, Nachhaltigkeit, fairer Handel oder auch Ernährung in ihrer Projektarbeit aufgreifen und so in ihr Schulleben integrieren. „Die Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr wieder einmal durch die Präsentationen ihrer Projekte gezeigt, dass sie bereit sind, sich aktiv in die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft im Sinne der Nachhaltigkeit einzubringen. Dafür möchten wir allen teilnehmenden Schulen unseren Dank aussprechen“, so Tappeser.

Die Auszeichnungsfeier beinhaltete auch eine Premiere: Zum ersten Mal wurde für drei Umweltschulen jeweils eine dreitägige Klassenfahrt in eine der sechs hessischen Jugendherbergen mit einem Schwerpunkt in der Bildung für nachhaltige Entwicklung verlost. Der Preis wird gemeinsam vom Umweltministerium und dem Deutschen Jugendherbergswerk – Landesverband Hessen e.V. zur Verfügung gestellt.  „Die Kooperation mit dem DJH ist eine gute Möglichkeit, vielfältige Synergien zu  nutzen: Umweltschulen bekommen damit auch eine materielle Wertschätzung ihrer BNE-Bildungsarbeit, und Fachthemen des Umweltministeriums wie der Gewässerschutz werden proaktiv in die Bildungsarbeit einbezogen“, freute sich Tappeser.

Hintergrund

„Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine gemeinsame Initiative des Hessischen Kultusministeriums und des Umweltministeriums. Ausgezeichnet werden Schulen für ihr besonderes Engagement im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung. Gewürdigt wird die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Unterstützt werden die Schulen in diesem Prozess vom Beratungsnetzwerk der hessischen Umweltbildungszentren und einer zentralen Landeskoordination. Auf ihrem Weg zur Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden den teilnehmenden Schulen Fortbildungen, Fachtagungen und persönliche Hilfestellung angeboten. Die Ausschreibung „Umweltschule“ gibt es in Hessen seit 1999 und sie richtet sich an jede Schulform, von der Grundschule über die Haupt-, Real- und Mittelstufenschule, das Gymnasium, die Gesamtschulen bis zu den Berufsschulen. Im November 2017 wurden die Hessischen Umweltschulen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der deutschen UNESCO-Kommission als hervorragende Bildungsinitiative für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Die Jury hob bei der Begründung für die Auszeichnung besonders hervor, dass das Netzwerk Hessische Umweltschulen dazu beiträgt, Nachhaltigkeit besser in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern.

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Frau Ira Spriestersbach
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