Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Gentechnikfreiheit

Keine Gentechnik auf hessischen Feldern und Balkonen

Thema: 
Naturschutz & Klimaschutz, Landwirtschaft & ländlicher Raum
04.06.2019Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Hessens Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser: „Wir werden nicht nur den Ackerbau, sondern auch die Zierpflanzen im Blick behalten.“

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Petunien-Bepflanzung
© congerdesign auf Pixabay

„Alle Petunien- und Nelkenpflanzen, die seit dem Start der Anzuchtsaison im November 2018 untersucht wurden, waren frei von gentechnischen Veränderungen“, erklärt Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser anlässlich aktueller Untersuchungsergebnisse des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor (LHL).

Seit im Frühjahr 2017 zahlreiche Sorten gentechnisch veränderter Petunien in Deutschland und anderen europäischen Ländern entdeckt wurden, die in Europa weder vermarktet noch angebaut werden dürfen, hat die hessische Gentechniküberwachung ein verstärktes Augenmerk auf die Einfuhr von Zierpflanzen am Frankfurter Flughafen gerichtet. Neben Petunien wurden in dieser Saison erstmals auch Stecklinge von Nelken untersucht. „Alle Ergebnisse der insgesamt 150 untersuchten Stecklinge waren negativ“, so Tappeser. „Da frisches Pflanzenmaterial bereits kurz nach der Ankunft am Flughafen ausgeliefert werden muss, ist rasches Handeln bei Probenahme und Analyse gefragt. Die beteiligten Behörden leisten dabei sehr gute Arbeit und wir wollen das Artenspektrum der beprobten Pflanzen in den kommenden Jahren noch weiter ausbauen“.

Neben Zierpflanzen wurden in diesem Frühjahr routinemäßig auch wieder Saatgutproben von Mais und Zuckerrüben auf gentechnisch veränderte Bestandteile untersucht. Auch hier waren in Hessen alle Ergebnisse negativ. Die Anzahl positiver Befunde nimmt bei den großen Ackerkulturen wie Mais und Raps seit Jahren ab. Bei Zuckerrüben wurde bisher noch keine Verunreinigung festgestellt.

Aufgrund einer verspäteten Probenahme in Frankreich war in Hessen im vergangenen Herbst auf einer Fläche von 50 Hektar Winterraps ausgesät worden, der mit gentechnisch veränderten Bestandteilen verunreinigt war. Alle betroffenen Flächen sind mittlerweile umgebrochen, so dass Hessen nun auf allen Feldern und Balkonen frei von Gentechnik ist, wie Staatssekretärin Dr. Tappeser bestätigt.

Hintergrund:

Die Hessische Landesregierung hatte sich schon 2014 dafür ausgesprochen, die Land- und Forstwirtschaft Hessens gentechnikfrei zu halten. Unter anderem hat sie sich zur Gentechnikfreiheit auf allen landeseigenen Flächen verpflichtet und im Oktober 2017 die Präsidentschaft im „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ übernommen. Das Ziel der Gentechnikfreiheit wurde auch für die laufende Legislaturperiode erneut bekräftigt.

 

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