Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Gentechnikfreies Hessen

Hessische „Initiative Gentechnikfreies Futter“ vorgestellt

Ministerin Priska Hinz eröffnet ersten hessischen Leguminosentag

Leguminosentag auf dem Eichhof
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Von links: Dr. Marco Schneider, LLH Fachberater; Gerhard Teichmann, Betriebsgemeinschaft Teichmann-Vollmer in Friedland; Gabrielle Käufler, Fachgebiet Fachinformation Pflanzenproduktion; Hans-Dieter Zacher, Leiter der Thüringer Lehr- Prüf- und Versuchsgut GmbH; Staatsministerin Priska Hinz, LLH-Abteilungsleiter Klaus Reinhardt, Prof. Bernhard C. Schäfer Fachhochschule Südwestfalen
© LLH

„Eine deutliche Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Dabei fällt leicht in Vergessenheit, dass wir auch gentechnisch unveränderte Futtermittel brauchen“, sagte Agrarministerin Priska Hinz bei Eröffnung des ersten hessischen Leguminosentags in Bad Hersfeld im Landwirtschaftszentrum des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen (LLH). „Denn nur wenn unsere Nutztiere auch gentechnikfreies Futter erhalten, können wir uns darauf verlassen, dass auch tierische Lebensmittel wirklich gentechnikfrei sind“. Zu diesem Zweck hat das Land die „Initiative Gentechnikfreies Futter“ ins Leben gerufen, welche beim heutigen Leguminosentag vorgestellt wurde.

Um die notwendigen Mengen an eiweißreichen Futtermitteln für ihre Tiere zu beziehen, sind die heimischen Landwirte auf Importware angewiesen. Meist handelt es sich hierbei um Sojaschrot aus Nord- und Südamerika, welches größtenteils gentechnisch verändert wurde. „Ziel der Initiative ist es, den Landwirten in Hessen zu ermöglichen, mehr Futtermittel selbst anzubauen und somit auch Tierfutter aus heimischer Produktion verwenden zu können“, so Ministerin Hinz. Die „Initiative Gentechnikfreies Futter“ setzt dabei auf verschiedene Ansätze. Einer ist der heimische Anbau von Sojabohnen. „Wenn wir in Hessen mehr Sojabohnen anbauen und zu Sojaschrot verarbeiten, brauchen wir weniger importieren“, betonte Ministerin Hinz.

Ein weiterer Aspekt ist der Anbau von Leguminosen, das sind besonders eiweißreiche Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen. Der Anbau solcher Pflanzen in Hessen bietet gleich mehrere Vorteile: „Wir können sicher sein, dass die Futtermittel gentechnikfrei sind, die regionale Wertschöpfung wird gestärkt und zudem wird für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft gesorgt“, betonte Priska Hinz. Das Land unterstützt die Landwirte beim gezielt beim Anbau dieser Pflanzen über das Agrarumweltförderprogramm HALM. Um sich für diese Förderung zu qualifizieren müssen auf mindestens 10% der geförderten Fläche Leguminosen angebaut werden.

Die „Initiative Gentechnikfreies Futter“ ist ein wichtiger Bestandteil im hessischen Ökoaktionsplan, mit dem nicht nur Anreize für mehr ökologischen Landbau gesetzt, sondern auch innovative Projekte für mehr Nachhaltigkeit und Produktivität in der Landwirtschaft gefördert werden.

Während des Leguminosentages auf dem Eichhof hatten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, ein Versuchsfeld zu besichtigen, auf dem Sojabohnen angebaut werden. Zudem wurde vorgeführt, wie die Sojabohnen zu Sojaschrot weiterverarbeitet werden, damit sie als Futtermittel genutzt werden können.

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