Kraftwerk Biblis

Brandschutztüren blockiert

Meldepflichtiges Ereignis in Biblis Block A

Die Betreiberin des Kernkraftwerkes Biblis, die RWE Power AG, hat am 9. Dezember das nachfolgende Ereignis dem hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen INES ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen.

Das Kraftwerk Biblis ist seit den Ereignissen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima nicht mehr in Betrieb. Im abgeschalteten und kernbrennstofffreien Block A des Kraftwerkes Biblis wurden bei wiederkehrenden Prüfungen Brandschutztüren in blockierter Offenstellung vorgefunden. Die Blockierungen der Türen wurden durch Gegenstände verursacht. Defekte lagen nicht vor. Zum Zeitpunkt der Feststellungen waren keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar vor Ort. Durch die Offenstellungen der Brandschutztüren war die Brandschutzfunktion nicht gewährleistet. Die Blockierungen wurden sofort entfernt und die Brandschutztüren geschlossen.

Um zukünftig vergleichbare Vorkommnisse zu vermeiden, hat die Betreiberin des KKW Biblis eine interne Anweisung zur Funktionssicherheit von Brand- und Rauchschutztüren erstellt. Darüber hinaus soll das Eigen- und Fremdpersonal nochmals geschult und sensibilisiert werden.

Das Ereignis wurde nach den deutschen Meldekriterien in die Kategorie N (= Normal) eingestuft und der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde gemeldet. Eine abschließende Bewertung insbesondere der von der Betreiberin eingeleiteten Vorsorgemaßnahmen erfolgt. 

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