Artenschutz

Artenschutz fängt im Alltag an

Umweltministerin Priska Hinz sensibilisiert zum Tag des Artenschutzes für die Gefahren beim Kauf exotischer Tiere und Pflanzen

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Rotwangenschmuckschildkröten
Rotwangenschmuckschildkröten
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„Dass man aus dem Urlaub keine geschützten Arten als Souvenirs mitbringen soll, ist bereits vielen bewusst. Doch auch der heimische Handel mit Exoten kann problematisch sein. Artenschutz fängt im Alltag an“, sagte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich des Tags des Artenschutzes am 3. März. Der Tag erinnert an die Unterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) und weist auf die Schutzbedürftigkeit bedrohter wildlebender Tiere und Pflanzen hin, deren Fortbestand durch das CITES-Abkommen gewährleistet werden soll.

„Artenschutz erfordert es, beim Einkauf von Pflanzen oder Tieren sensibel zu sein. In Gartencentern, Baumärkten und auf Tier- und Pflanzenbörsen kann man Arten erwerben, die für Garten oder Aquarium attraktiv erscheinen, in der freien Natur jedoch langfristig große Schäden verursachen können“, so die Ministerin. „Invasive Arten sind eine der Ursachen für den Verlust an biologischer Vielfalt. Die Biodiversität zu erhalten ist wichtiges Ziel der Landesregierung“, erklärte die Ministerin. Deshalb bringe sie mit der Biodiversitätsstrategie zahlreiche Maßnahmen zum Erhalt auf den Weg. Doch es sei auch die Bevölkerung gefordert.

Der Kauf von Haustieren, wie den bei Kindern sehr beliebten Schmuckschildkröten sei so ein Beispiel: Man kann sie leicht erwerben, macht sich aber keine Gedanken darüber, dass die Tiere sehr alt werden können. Viele kommen auf die Idee, die Tiere in einem Tümpel oder Weiher auszusetzen. „Wer Aquarieninhalte einfach in der Natur entsorgt, handelt fahrlässig“, so Ministerin Hinz. Das Aussetzen könne schlimme Folgen haben. „Die Schmuckschildkröten dezimieren unsere heimischen Fische, Frösche und Molche in einem großen Ausmaß“, erklärte die Ministerin. Das gleiche gelte für manche harmlos aussehenden Aquarienpflanzen. Diese könnten sich in Biotopen stark ausbreiten und diese für geschützte Tiere und Pflanzen unbrauchbar machen.

„Behörden und ehrenamtliche Helfer verbringen viel Zeit und geben viel Geld aus, um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken und die weitere Ausbreitung dieser für unser Ökosystem schädlichen invasiven Arten zu verhindern“, betonte die Ministerin. Es sei jedoch sehr schwierig, einmal freigesetzte invasive Arten wieder einzudämmen. Deshalb ist es essentiell, das Aussetzen von exotischen Tieren und Pflanzen zu unterlassen, um unsere heimischen Arten zu schützen“, so die Ministerin.

Die hessischen Regierungspräsidien beraten zum Thema invasive Arten und stellen Informationsmaterial zur Verfügung.

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