Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

50 Jahre Hanauer Wildpark „Alte Fasanerie“

Thema: 
Naturschutz & Klimaschutz, Wald & Jagd
21.08.2017Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ministerin Priska Hinz gratuliert zum Jubiläum: „Der Wildpark übernimmt eine wichtige gesellschaftliche und generationsübergreifende Verantwortung im Bereiche Umweltbildung.“

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Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der „Alten Fasanerie“ verlieh Ministerin Hinz der Ersten Vorsitzenden des Fördervereins Wildpark Alte Fasanerie e. V., Hannelore Moravec, den Ehrenbriefes des Landes Hessen.
© Hess. Umweltministerium

„Die Anforderungen an Tierparks sind hoch: Es gilt, gute Haltungsbedingungen für die Tiere mit einem anspruchsvollen Umweltbildungskonzept zu verbinden. Der Wildpark „Alte Fasanerie“ schafft diesen Spagat seit Jahrzehnten und lockt jährlich 200.000 Besucherinnen und Besucher an“, sagte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich der Jubiläumsfeier des Wildparks Hanau. „Ich gratuliere der ‚Alten Fasanerie‘ ganz herzlich zu seinem 50-jährigen Bestehen und wünsche ihm für die Zukunft weiterhin so viel Zuspruch und Interesse.“

Eigentümer des Wildparks ist das Land Hessen, den Betrieb hat das Forstamt Hanau-Wolfgang übernommen. Dazu gehören auch die Pflege der Wege und die Infrastruktur des Parks. So können die Besucherinnen und Besucher des Wildparks auf insgesamt 15 Kilometern durch die Fasanerie wandern, auf Ruhebänken und an Schutzhütten rasten oder picknicken. Die seit dem Jahre 2004 ansässige Falknerei mit spektakulären Flugvorführungen, ein Forstmuseum sowie das Informationszentrum und eine Vielzahl von Veranstaltungen runden das Spektrum an abwechslungsreichen und interessanten Angeboten des Wildparks ab.

„Das Engagement des Wildparks ist vorbildlich: Der Park beteiligt sich an Erhaltungszucht- sowie an Artenschutz-Programmen. Auch der Naturschutz wird als eine zentrale Aufgabenstellung wahrgenommen. So sind hier viele verschiedene Fledermausarten zu Hause. Darüber hinaus ist der Wildpark auch Vogelschutzgebiet im Rahmen von Natura 2000“, sagte die Ministerin. Mit diesem Engagement sowie mit einem umfangreichen Angebot im Bereich der Umweltbildung leistet der Wildpark einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Hessischen Biodiversitätsstrategie.

Dass das Konzept angenommen wird, zeigen die Teilnehmerzahlen: Mehr als 800 Führungen und Veranstaltungen zu den Themen Wald, Wild, Natur und Umwelt erreichen jährlich mehr als 15.000 Menschen. „Auf diese Weise kann jungen und älteren Menschen ein Verständnis für ökologische Zusammenhänge vermittelt und für die Natur sensibilisiert werden. Gleichzeitig weckt dies Begeisterung für die Arbeit mit, in und an der Natur“, unterstrich die Ministerin. „Der Wildpark übernimmt hier eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung.“

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der „Alten Fasanerie“ verlieh Ministerin Hinz der Ersten Vorsitzenden des Fördervereins Wildpark Alte Fasanerie e. V., Hannelore Moravec, den Ehrenbriefes des Landes Hessen für besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich der demokratischen, sozialen oder kulturellen Gestaltung der Gesellschaft: „Durch ihr jahrelanges beispielhaftes ehrenamtliches Engagement hat Hannelore Moravec wesentlich dazu beigetragen, dem Projekt Wildpark Alte Fasanerie Leuchtturmcharakter zu verleihen“, so die Umweltministerin in ihrer Laudatio.

„Ich möchte den Anlass aber auch nutzen, um allen Akteuren zu danken, die den Wildpark in Hanau ehrenamtlich oder hauptamtlich unterstützen und zu einem solchen Publikumsmagnet haben werden lassen“, so Hinz. „Ohne das besondere, jahrzehntelange finanzielle und tatkräftige Engagement der Mitglieder des Fördervereins Wildpark wäre der Wildpark heute bei weitem nicht dort, wo er jetzt angekommen ist.“ Anschließend überreichte die Umweltministerin der Vorsitzenden Moravec einen Scheck über 500 Euro aus Lotto-Tronc-Mitteln.

Hintergrund:

Der Wildpark blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn schon vor 300 Jahren suchte der Adel an Wochenenden Parke auf, um wild lebenden Tieren zu begegnen. Alles begann am Anfang des 17. Jahrhunderts mit der „Unteren Fasanerie“. Diese wurde 1750 aufgegeben und die südlich gelegene, flächenmäßig erweiterte „Obere Fasanerie” erschlossen, die anschließend mit einer 3.800 Meter langen Bruchsteinmauer umgrenzt wurde. 1967 hat sich  die Gemeinde Klein-Auheim maßgeblich für die Öffnung für Besucher der „Oberen Fasanerie“ eingesetzt. Heute ist das Land Hessen Eigentümer der „Alten Fasanerie“ in Hanau. An der Gestaltung, Ausführung und Finanzierung war zudem in der Vergangenheit und ist heute noch der „Förderverein Wildpark Alte Fasanerie e. V. Klein-Auheim“ wesentlich beteiligt. 

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