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Weidetierprämie für Ziegen- und Schafhalter: Bundesrat spricht sich für finanzielle Hilfe aus

Thema: 
Landwirtschaft & ländlicher Raum
28.06.2019Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Ein Schäfer mit seiner Schafherde
© Christian Mueringer / Fotolia

„Mit dem heutigen Beschluss sprechen sich die Länder für eine Weidetierprämie von 30 Euro je Mutterschaf und Ziege aus. Das ist ein gutes Zeichen für die Weidetierhalter. Eine solche Prämie wird ihnen spürbar helfen. Jetzt ist die Bundesregierung am Zug und muss diese Förderprämie auf den Weg bringen,“ erklärte heute die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz im Bundesrat.

„Die Weidetierhalterinnen und -halter leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Offenlandschaft und damit zum Naturschutz, zur Artenvielfalt und zur Erhaltung unserer Landschaftsbilder. Leider werden sie immer weniger. Ursache ist in erster Linie die schon lange bestehende, oft prekäre Einkommenssituation. Wir nehmen ihre Sorgen ernst und haben uns daher auf Bundesebene für eine Weidetierprämie stark gemacht, um die wirtschaftliche Situation der Weidetierhalterinnen und -halter deutlich zu verbessern. Darüber hinaus ist die Weidetierhaltung – besonders die Haltung von Schafen und Ziegen – wegen der niedrigen Preise für Fleisch und Wolle in den meisten Fällen nicht mehr wirtschaftlich lohnend. Wir unterstützen daher in Hessen den Aufbau von regionalen Wertschöpfungsketten und Selbstvermarktungsmöglichkeiten im Rahmen der Ökomodellregionen“, sagte Hinz.

Darüber hinaus zahlt das Landwirtschaftsministerium mit der neuen Herdenschutzprämie Plus einen landesweiten Zuschuss von 31 Euro pro Hektar für die Arbeitsaufwendungen und Investitionskosten beim sicheren Herdenschutz. „Da jederzeit mit einem Wolf gerechnet werden muss, ist ein Herdenschutz nach guter fachlicher Praxis sowie eine tägliche Inaugenscheinnahme der eigenen Weidetiere in ganz Hessen unverzichtbar“, so Hinz. Eine zusätzliche Förderrichtlinie für Investitionen in den Herdenschutz, die bundesweit ab 2020 gelten soll, befindet sich ebenfalls aktuell in Arbeit. Damit können weitere Investitionen in die Weidetierhaltung finanziert werden.

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