Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Gartenbau

Was macht den Weihnachtsstern zum HessenStern?

Thema: 
Landwirtschaft & ländlicher Raum
27.11.2019Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretärin Dr. Tappeser informiert sich über innovatives Projekt, das Weihnachtssterne nachhaltig und klimaschonend produziert

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser (3.v.r.) informiert sich in der Gärtnerei Kasten über das innovative Projekt "HessenStern"
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Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser (3.v.r.) informiert sich in der Gärtnerei Kasten über das innovative Projekt "HessenStern"
© HMUKLV

„Der Weihnachtsstern ist unangefochten die beliebteste blühende Topfpflanze in Deutschland. Rund 32 Millionen Pflanzen in unterschiedlichen Größen werden jedes Jahr in Deutschland vermarktet, die überwiegend auch hierzulande kultiviert werden. Es liegt auf der Hand, bei einer solch wichtigen und beliebten Kultur nach Möglichkeiten zu suchen, um sie nachhaltig und klimaschonend zu produzieren. Das Projekt „HessenStern“, das mit Mitteln der Europäische Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-AGRI) gefördert wird, greift diese Herausforderung auf“, erklärte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser bei Ihrem Besuch im Gartenbaubetrieb Kasten in Lorsch.

EIP-AGRI fördert innovative Projekte in der Landwirtschaft, in denen Wissenschaftler und landwirtschaftliche Betriebe eng zusammenarbeiten. Am Projekt „HessenStern“ sind die Hochschule Geisenheim University, der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Substrat- und Jungpflanzenlieferanten sowie der Gartenbaubetrieb Kasten beteiligt. Die produzierten Pflanzen werden über das familiengeführte Gartencenter Meckelburg in seinen Filialen in Mittel- und Nordhessen vermarktet, das ebenfalls integriert ist. Das Projekt untersucht die Verwendung von in Hessen produzierten torfreduzierten bis torffreien Substraten für die Kultur des Weihnachtssterns. Der Betrieb Kasten nutzt die Abwärme einer benachbarten Biogasanlage, so dass die Kultur hier weitestgehend klimaneutral erfolgen kann. Die Jungpflanzen stammen aus nachhaltig arbeitenden Vermehrungsbetrieben.

„Es zeigt sich, dass die nachhaltige Produktion von Zierpflanzen mit erhöhten Aufwand möglich ist, der durch moderat erhöhte Preise seitens der Verbraucherinnen und Verbraucher gewürdigt werden sollte. Pflanzen in torfreduzierten oder besser noch in torffreien Substraten verlangen mehr Aufmerksamkeit, da diese Substrate weniger Wasser und Nährstoffe bevorraten können. Leider stehen die geeigneten Torfersatzstoffe bisher nur in begrenzten Mengen zur Verfügung, hier besteht weiterer dringender Forschungsbedarf, denn nur der Verzicht auf Torf ist klimafreundlich und langfristig nachhaltig“, machte die Staatssekretärin deutlich.

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