Garten-Oskar

Vom Grün ausgehen

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz, Wohnen & Städtebau
02.11.2018Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser bei Verleihung des Garten-Oskars an das Büro Schulz Landschaftsarchitekten für das Projekt „Strandbad am Twistesee“

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Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser
Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser
© HMUKLV / S. Feige

„Der Garten-Oskar kürt Projekte, die nicht nur ästhetisch und funktional, sondern vor allem auch auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind. Diesen Ansatz begrüße ich sehr, denn eine nachhaltige Stadtentwicklung muss vom Grün ausgehen“, sagte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute im Biebricher Schloss in Wiesbaden bei der Verleihung des Garten-Oskars. „Niemand möchte sich Städte ohne Parkanlagen, Grün- und Wasserflächen vorstellen. Ohne Straßen- und Platzbegrünung, Gärten und Spielplätze wären unsere Kommunen grau und unattraktiv“, so Dr. Tappeser. „Grün- und Freiräume machen Quartiere nicht nur lebenswert, sie sind auch wichtig für die Gesundheit und Erholung der Menschen aller Altersgruppen und ein entscheidender Faktor für die stadtklimatische Situation und die notwendige Anpassung an den Klimawandel“, ergänzte die Staatssekretärin.

Der diesjährige Garten-Oskar, der von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e.V. (DGGL) in Kooperation mit dem Hessischen Umweltministerium verliehen wird, geht an das Büro Schulz Landschaftsarchitekten. Das Büro erhält die Auszeichnung für das Projekt „Strandbad am Twistesee“ in Bad Arolsen. „Das neu gestaltete Strandbad am Twistesee ist ein gutes Beispiel für eine Freiraumplanung im ländlichen Raum. Es berücksichtigt die Qualitäten dieses besonderen Ortes, indem es die landschaftlichen Besonderheiten in die Planung integriert“, so die Staatssekretärin. Für das überregional bekannte Strandbad am Twistesee wurde mit Hilfe eines Architekturwettbewerbs ein zeitgemäßes, modernes Konzept für die Neugestaltung gefunden und umgesetzt. „Die öffentlich nutzbare Anlage verbessert die Wohnqualität der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig gelingt es mit diesem Projekt, die Region auch für Urlaubsgäste attraktiv zu machen“, führte die Staatssekretärin aus.

Die Stadt Bad Arolsen ist seit 2005 mit ihren Partnerkommunen Diemelstadt, Twistetal und Volkmarsen als Interkommunale Arbeitsgemeinschaft Stadtumbau Nordwaldeck im Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau in Hessen“. Mittels der Unterstützung des Förderprogramms „Stadtumbau in Hessen“ und aus Tourismusfördermitteln konnte ein interkommunales Projekt mit hohem Stellenwert für die regionale Tourismuslandschaft realisiert werden. „Es freut mich besonders, dass der DGGL-Preis für zeitgenössische Gartenkultur in Hessen im Jahr 2018 erneut an ein aus der Städtebauförderung unterstütztes Projekt geht. Das zeigt deutlich den hohen Stellenwert, den urbane Grünstrukturen in der nachhaltigen Stadtentwicklung haben. Und mit dem Garten-Oskar werden solche zukunftsweisenden und nachhaltigen Projekte bekannt gemacht. Das ist ein großer Gewinn für alle“, betonte Dr. Tappeser.

Neben dem 2016 neu ausgerichteten Programm „Stadtumbau in Hessen“, das nun stärker die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung fokussiert, gibt es seit 2017 mit dem Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ auch ein Städtebauförderprogramm, das explizit das Grün in den Städten und Gemeinden fördert. „Das Programm „Zukunft Stadtgrün“ stellt in diesem Jahr erneut 7,5 Millionen Euro für Städte und Gemeinden zur Verfügung. 12 Kommunen konnten in den letzten beiden Jahren in das Programm aufgenommen werden. Mit diesem wertvollen Werkzeug gelingt es uns, die Stadt- und die Grünentwicklung stärker miteinander zu verknüpfen“, unterstrich die Staatssekretärin.

Hintergrund zum Garten-Oskar

Mit diesem Preis zeichnet der hessische Landesverband der DGGL zeitgenössische Garten- und Landschaftskultur in Hessen aus. Der Preisstifter will damit die Diskussion über die Garten- und Landschaftskultur des 21. Jahrhunderts anstoßen, innovative Projekte auszeichnen und als beispielhafte Lösungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Preis wird mittlerweile zum 17. Mal verliehen. Ausgezeichnet werden damit Projekte, die innerhalb der letzten fünf Jahre in Hessen realisiert wurden.

 

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