Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Weltklimakonferenz

Umweltministerin Priska Hinz reist zur Weltklimakonferenz nach Bonn

Thema: 
Naturschutz & Klimaschutz
14.11.2017Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ministerin Priska Hinz wird in den kommenden Tagen als Mitglied der deutschen Delegation Gespräche mit Klimazeugen und internationalen Partnern führen / Gemeinsame Veranstaltung von Hessen und Rheinland-Pfalz am Donnerstagabend

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Ministerin Priska Hinz
Ministerin Priska Hinz
© HMUKLV / S. Feige

„Klimapolitik braucht Anstrengungen auf alle Ebenen und von allen Akteuren. Wir müssen global denken und regional handeln: Darum erwarte ich bei der Weltklimakonferenz ein klares Bekenntnis der internationalen Gemeinschaft zu den Klimazielen – und zwar in Form von konkreten Maßnahmen. Anders ist der Klimawandel nicht zu beschränken“, sagte die Hessische Klimaschutzministerin Priska Hinz. Sie reist heute als Mitglied der Deutschen Delegation zur Weltklimakonferenz nach Bonn.  In den kommenden vier Tagen wird sie unter anderem Gespräche mit Klimazeugen und internationalen Partnern des Bündnisses „Under2MoU“ führen, einem Netzwerk aus weltweit 188 Regionen zum Abbremsen des Klimawandels.

„Schon jetzt spüren wir die Folgen des Klimawandels deutlich, auch hier in Hessen. Mit unserem „Integrierten Klimaschutzplan 2025“ haben wir eine großen Schritt in die richtige Richtung getan: Wir wollen nicht nur den Klimawandel begrenzen, sondern uns auch an die Folgen des Klimawandels anpassen. Das geht nur gemeinsam, mit allen Bürgerinnen und Bürgern, der Wirtschaft, der Verwaltung und den Verbänden. Unser Klimaschutzplan zeigt, wie das geht. Ich hoffe, dass wir bei der COP23 in Bonn als internationale Gemeinschaft im Sinne des Klimaschutzes einen ebenso großen Schritt gehen werden.“

Veranstaltung von Hessen und Rheinland-Pfalz: „Young Talents for Climate Action“

Neben zahlreichen Gesprächen mit internationalen Vertreterinnen und Vertretern, wird Ministerin Priska Hinz gemeinsam mit ihre rheinland-pfälzischen Kollegin Ulrike Höfken, bei einer Veranstaltung am Donnerstagabend mit jungen Erwachsenen aus beiden Ländern über deren Erwartungen an die Klimakonferenz sprechen. Unter dem Titel „Young Talents for Climate Action“ werden nicht nur kommunale Klimaschutzbeauftragte, sondern auch engagierte Jugendliche aus den Bereichen Naturschutz und Nachhaltigkeit mit den Ministerinnen über ihre Forderungen an die Politik und über ihr persönliches Engagement im Klimaschutz sprechen. Moderiert wird die Veranstaltung von Nora Zaremba von der Berliner Tageszeitung „Der Tagesspiegel.“

„Ich freue mich auf dies Diskussionsrunde. Denn auch wenn wir es sind, die die Weichen heute stellen, geht es doch um die jungen Menchsen und ihre Zukunft auf diesem Planeten. Alle folgenden Generationen werden die Folgen unseres Handelns viel deutlicher spüren und ihr Leben stärker anpassen und umstellen müssen, um mit den Auswirkungen des Klimawandels klar zu kommen. Darum ist es so wichtig, mit jungen Menschen ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und ihre Ideen mit nach Hause zu nehmen“, sagte Priska Hinz im Vorfeld der Veranstaltung.

Noch 2017: 1,2 Millionen Euro für 20 Projekte aus dem Klimaschutzplan

Ministerin Hinz betonte: „Auch von den Gesprächen mit Klimazeugen und internationalen Gesprächspartnern aus anderen Regionen erhoffe ich mir wichtigen Input und einen fruchtbaren Austausch. Doch gehe ich selbstbewusst in diese Treffen: Denn in Hessen passiert derzeit schon sehr viel“, sagte sie. „Noch in diesem Jahr können wir Maßnahmen aus dem Klimaschutzplan umsetzen, die nicht nur das Umweltministerium, sondern auch die anderen Ressorts betreffen. Insgesamt stehen aus vorhandenen Mitteln 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, um mehr als 20 Projekte zu starten“, sagte sie. Die Mittel dienen der Anschubfinanzierung zur Umsetzung von Maßnahmen des Klimaschutzplans und werden für Projekte eingesetzt, die in diesem Jahr noch an den Start gebracht werden können. Gefördert werden in den Bereichen Mobilität und Energie die Errichtung von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge sowie die Modernisierung und Optimierung von Beleuchtungsanalagen an Hochschulen. Ebenfalls gefördert werden Projekte zum ökologischen Hochwasserschutz und für die Auenrenaturierung, zum Erhalt und zur Weiterentwicklung von Biotopverbundsystemen sowie für eine CO2-neutralen Landesverwaltung. Die geförderten Projekte zeigen die Vielfalt der Maßnahmen des Klimaschutzplans: Während es bei den Hochschulen primär um das Thema Emissionsminderung und Effizienzsteigerung geht, decken die Projekte aus dem Bereich des Naturschutzes auch die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ab. Ebenfalls finanziert werden Projekte, zur Stärkung der Klimabildung Im Rahmen des Freiwilligen Ökologischen Jahres.

Hintergrund:

Das Land Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 seine Treibhausgasemissionen um 30 Prozent im Vergleich zu 1990 und bis 2025 um 40 Prozent zu reduzieren. Bis 2050 will Hessen klimaneutral werden und strebt eine Reduzierung von mindestens 90 Prozent an. Der Klimaschutzplan unterlegt diese Ziele mit 140 konkreten Maßnahmen. 42 Maßnahmen aus dem umfangreichen Set sind so genannte „prioritäre Maßnahmen“, die in der ersten Umsetzungsphase bis 2019 begonnen werden. Hierfür stehen neben den bereits vorhandenen auch zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 140 Mio. Euro zur Verfügung. Flankiert wird dieses Paket durch die vielfältigen bereits laufenden Aktivitäten der Hessischen Landesregierung.

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