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Heute ist Weltbodentag!

Umweltministerin Priska Hinz: Boden ist ein unschätzbares Gut

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Waldboden
Waldboden
© HMUKLV / S. Feige

„Kaum ein Umweltmedium wird in seiner Bedeutung derart unterschätzt und so wenig gewürdigt wie der Boden. Dabei ist dessen Gesundheit die Grundlage für unser aller Leben“, betonte Umweltministerin Priska Hinz anlässlich des heutigen Weltbodentags. „Böden erbringen unschätzbare Leistungen für unser Wohlergehen. Sie sind natürliche Wasserspeicher, die Niederschläge zurückhalten. Sie tragen zum Schutz vor Hochwasser bei und regulieren die Grundwasserbildung. Im Sommer sind sie Garant für die kühlende Wirkung von Grünflächen“, so die Ministerin weiter.

Und ihre Bedeutung geht weit darüber hinaus: Sie speichern die Nährstoffe, die es für den Anbau gesunder Lebensmittel braucht. Als Kohlenstoffspeicher spielen sie eine zentrale Rolle im Klimageschehen. Zudem sind sie selbst bedeutende Lebensräume mit einer riesigen Artenvielfalt. „Es ist dringend notwendig, sorgfältiger mit dieser Lebensgrundlage umzugehen. Dies schulden wir allen nachfolgenden Generationen, denn anders als das Getreide, das Obst oder der Wald, der auf ihm wächst, erneuert sich der Boden nur extrem langsam. Für einen Zentimeter braucht es oft mehrere hundert Jahre. Einmal verloren ist er für uns zumindest unwiederbringlich verloren“, sagte Hinz.

Verantwortungsvoller Umgang mit dem Boden ist nötig

Bodenschutz hat auch eine globale Dimension. Der aktuelle vierte Bodenschutzbericht der Bundesregierung weist darauf hin, dass mehr als 90 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion direkt von diesem Umweltmedium abhängig sind. „Der weltweite Wettlauf um die fruchtbarsten Böden hat schon längst begonnen. Wir müssen uns daher bewusst werden, welchen Schatz die hessischen Böden darstellen“ mahnte Hinz und appellierte an alle Entscheidungsträger, bei Planungsprozessen die Inanspruchnahme von Fläche so gering wie möglich zu gestalten. Das Umweltministerium stellt zahlreiche Informationen zur Verfügung, die erläutern, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Boden umgesetzt werden kann. „Mit jedem Quadratmeter, der versiegelt wird, gehen wertvolle Funktionen verloren. Darum hat die Hessische Landesregierung im Landesentwicklungsplan das Ziel festgeschrieben nicht mehr als 2,5 Hektar am Tag zu versiegeln“, verdeutlichte Priska Hinz.

Der Blick sollte jedoch nicht nur auf die Nutzungsfunktionen der Böden gerichtet werden. In ihren oft kleinräumig ganz speziellen Standorteigenschaften bieten sie die Grundlage für einzigartige Landschaftselemente und Lebensräume. Als Beispiel sind hierfür die Felshumus-Böden zu nennen, wie sie auch in hessischen Mittelgebirgslagen zu finden und für den Naturschutz besonders wertvoll sind. Deren alpines Pendant wurde ausgewählt als „Boden des Jahres“ 2018.

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