Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Umweltlotterie

Umweltlotterie GENAU wirkt langfristig: Über 15.000 Euro sorgen für mehr Artenvielfalt im Main-Kinzig-Kreis

Thema: 
Naturschutz & Klimaschutz
11.04.2017Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Erste Projekte aus Überschussmitteln der Umweltlotterie GENAU gefördert

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Ein Spielschein für die Umweltlotterie
Ein Spielschein für die Umweltlotterie
© HMUKLV

„Neben der wöchentlichen Ausschüttung von 5.000 Euro für ein Umwelt- und Naturschutzprojekt im Gewinner-Landkreis oder der Gewinner-Stadt, werden die Erlöse der Umweltlotterie auch zur langfristigen Förderung verwendet. Das ist ein ganz zentrales Anliegen der Umweltlotterie. Ich freue mich daher besonders, dass die ersten beiden Projekte jetzt in den Genuss dieser Förderung kommen“, verkündete Umweltministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden. Die beiden Projekte laufen im Main-Kinzig-Kreis.

„Mehr Artenvielfalt im besiedelten Bereich schaffen“, so lautet das Ziel des Projektes „Jossgrund summt“ des Landschaftspflegeverbands Main-Kinzig-Kreis e. V., das zusammen mit der Gemeinde Jossgrund und dem ortsansässigen Imkerverein ins Leben gerufen wurde. Auf ausgewählten öffentlichen Grünflächen werden unter fachlicher Anleitung ökologisch wertvolle Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt geschaffen. Denn allein durch eine veränderte Pflege (weniger Mähen!) kann so manche ökologisch verarmte Rasenfläche in eine blühende Wiese verwandelt werden. Gleichzeitig wird durch die Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Jossgrund und der Paten einzelner Flächen sichergestellt, dass sich ein dauerhafter Erfolg einstellt. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger und Vereine werden dazu eingeladen, bei dem Projekt mitzuwirken. „Auf diese Ziele macht auch unsere landeseigene Kampagne „Hessen blüht“ und die landesweite Bienenkampagne aufmerksam“, so Staatsministerin Priska Hinz.

Das zweite Projekt, welches ebenfalls aus den Überschussmitteln der Umweltlotterie GENAU gefördert wird, wurde vom NABU Kreisverband Main-Kinzig initiiert. Es dient dem Erwerb einer ökologisch besonders wertvollen Fläche im Main-Kinzig-Kreis. Von den geplanten Natur- und Artenschutzmaßnahmen zur Pflege des vorhandenen Magerrasen-Biotops im hessischen Spessart profitieren nicht nur verschiedene geschützte Vogelarten wie Neuntöter und Raubwürger, sondern auch zahlreiche Amphibien- und Reptilienarten. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen, zu dem die Schafbeweidung ebenso zählt wie die Anlage von Winter­verstecken für Reptilien möchte der NABU eine sechs Hektar große Fläche ökologisch aufwerten und dem Verlust an Arten entgegenwirken.

Laut Umweltministerin Hinz leisten beide Projekte einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Hessischen Biodiversitätsstrategie im Main-Kinzig-Kreis, mit der das Land Hessen seit 2013 das Ziel verfolgt, die Biologische Vielfalt landesweit zu erhalten und wiederherzustellen. Sie zeigen auf, dass die erforderlichen Maßnahmen nicht nur im Offenland, sondern auch im besiedelten Bereich umgesetzt werden können und jeder Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig ist. „Die Umweltlotterie GENAU soll sich dauerhaft als bedeutendes Element in der Natur- und Umweltschutzförderung des Landes etablieren“, so Hinz, „durch die beiden vorgestellten Projekte und die zahlreichen wöchentlichen Zusatzgewinne in Höhe von 5.000 Euro sind die ersten Schritte auf diesem Weg erreicht.“

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