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Luftreinhalteplan Wiesbaden

Umfangreiches Maßnahmenpaket lässt die Landeshauptstadt durchatmen

Der neue Luftreinhalteplan für Wiesbaden tritt heute in Kraft.

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Luftreinhaltepläne
Luftreinhalteplan
© HMUKLV

„Mit dem heute veröffentlichten Luftreinhalteplan für Wiesbaden werden wir die Grenzwerte für Stickstoffdioxid bis 2020 im gesamten Stadtgebiet einhalten. Das bedeutet bessere Luft und mehr Lebensqualität für unsere Landeshauptstadt. Auf Fahrverbote können wir dabei vollständig verzichten. Die engagierten Maßnahmen der Stadt schützen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und sorgen gleichzeitig für eine zukunftsweisende Mobilität“, sagte Umweltministerin Priska Hinz.

Der Luftreinhalteplan tritt heute in Kraft. Der Entwurf des Plans wurde bereits im November veröffentlicht, Bürgerinnen und Bürger konnten während dieser Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung ihre Stellungnahme zu dem Planentwurf abgeben. Währenddessen wurde in Wiesbaden eine weitere neue Park&Ride-Anlage eingerichtet, zusätzliche Maßnahmen zur Busbeschleunigung verwirklicht und die Hardware-Nachrüstung schwerer Nutzfahrzeuge der Stadt in die Wege geleitet. Diese Maßnahmen sind nun ebenfalls in dem endgültigen Luftreinhalteplan enthalten. „Die Stadt hat sich seit der Veröffentlichung des Planentwurfs im November nicht ausgeruht, sondern ihr Sofortprogramm sogar noch um weitere Maßnahmen ergänzt und mit dem Land gemeinsam ein umfassendes Gesamtkonzept erstellt. Ich bin zuversichtlich, dass wir damit  das Verwaltungsgericht überzeugen werden“, sagte Hinz. Die Verhandlung wurde Ende Dezember vertagt und wird diesen Mittwoch (13.2.) fortgeführt. Die Deutsche Umwelthilfe hatte das Land verklagt und Fahrverbote gefordert.

Nach Untersuchungen des Umweltministeriums ist der Verkehr für fast 70 Prozent der Stickstoffdioxidbelastung in Wiesbaden verantwortlich. Daher müssen Minderungsmaßnahmen vor allem im Verkehr ansetzen. Die geplanten Maßnahmen umfassen die Elektrifizierung der Busflotte, Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, Ausbau und Förderung des ÖPNV und Radverkehrs, Verkehrsmanagement und -lenkungen sowie fortschrittliche Stadtlogistik-Konzepte.

„Ein wesentliches Ziel ist die weitreichende Verlagerung der Verkehrsströme auf emissionsarme Verkehrsträger. Die Stadt hat hierzu schon bis heute viele neue Angebote bereitgestellt. Nun bedarf es auch der Bereitschaft aller Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die breite Palette an Umstiegsmöglichkeiten zu nutzen“, sagte Andreas Kowol, Dezernent für Umwelt, Grünflächen und Verkehr der Stadt Wiesbaden.

„Stadt und Land haben gemeinsam große Anstrengungen unternommen, um die Luftqualität in Wiesbaden so schnell wie möglich zu verbessern. Das Engagement der Stadt war dabei beispielhaft und kann für viele Kommunen als Vorbild dienen“, ergänzte Priska Hinz abschließend.

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