Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Sommertour 2019

Trockenmauern für mehr biologische Vielfalt und Bensheim im Dorfentwicklungsprogramm

Thema: 
Naturschutz & Klimaschutz, Landwirtschaft & ländlicher Raum
11.07.2019Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Am siebten Tag ihrer diesjährigen Sommertour übergibt Umweltministerin Priska Hinz einen Förderbescheid für die Wiederherstellung von Trockenmauer als wichtigen Lebensraum für Reptilien und Vögel. Ebenfalls wird sie Bensheim in das Dorfentwicklungsprogramm aufnehmen

Ministerin Hinz übergibt vor der Trockenmauer den Förderbescheid
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Ministerin Hinz übergibt vor der Trockenmauer den Förderbescheid
© HMUKLV

„Trockenmauern sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Reptilien wie Mauereidechse, Äskulap- und Schlingnatter bieten sie Sonnenplätze, Versteckmöglichkeiten und frostfreie Überwinterungsplätze. Vögel wie die Zippammer finden in den Felsnischen einen idealen Brutplatz, und wärmeliebende Insekten Nahrung in den Blüten der Wildkräuter zwischen und auf den geschichteten Steinen. Im östlichen Rheingau stellt der Landschaftspflegeverband Rheingau-Taunus sanierungsbedürftige Trockenmauern wieder her und leistet so einen wichtigen Beitrag für den Erhalt der biologischen Vielfalt“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz heute bei ihrem Besuch in der Gemeinde Martinsthal. Dort überreichte sie einen Förderbescheid von über rund 246.000 Euro an den Landschaftspflegeverband für das Projekt „Lebendige Mauern – Kultur trifft Natur“.

Insgesamt 165 Meter Trockenmauer konnte der Landschaftspflegeverband bereits letztes Jahr dank einer Förderung des Landes in Höhe von etwa 192.000 Euro in Eltville-Martinsthal und Lorch-Lorchhausen wiederherrichten. „Landschaftspflegevereine nehmen eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, die biologische Vielfalt im Offenland zu erhalten. Wir unterstützen ihr großes Engagement. Mein Ziel ist es, in Hessen die Landschaftspflegeverbände in allen Landkreisen zu etablieren“, so Ministerin Hinz.

Bensheim wird ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen

Am gleichen Tag überreichte Ministerin Priska Hinz der Stadt Bensheim den Anerkennungsbescheid für die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm. „Mit dem Förderprogramm für Dorfentwicklung unterstützen wir Gemeinden im ländlichen Raum dabei, sich zukunftsfähig aufzustellen und neue Entwicklungswege zu beschreiten. Ich freue mich heute die Stadt Bensheim in das Programm aufzunehmen,“ erklärte Ministerin Hinz.

Die Stadt Bensheim möchte in ihren acht ländlich geprägten Stadtteilen die Ortskerne als lebendige Mittelpunkte des dörflichen Lebens erhalten. Die Innenentwicklung soll Vorrang haben, vor der Flächeninanspruchnahme im Außenbereich. Die Lebensqualität in diesen Stadtteilen soll durch die Sicherung der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs sowie mit grundlegenden Dienstleistungen gesichert werden. Außerdem möchte die Stadt zu den Ortsteilen passende Begrünung anlegen, zur Verbesserung des Klimaschutzes und zur Steigerung der Biodiversität.

Die Dorfentwicklung bietet sowohl den Kommunen als auch Privatpersonen die Möglichkeit, für Vorhaben der Daseinsvorsorge und der Grundversorgung in den Ortskernen Fördermittel zu erhalten. Im Jahr 2018 konnten in der Dorfentwicklung in Hessen insgesamt 1.161 Förderanträge mit einer Fördersumme in Höhe von fast 29 Millionen Euro bewilligt werden. „Mit der Dorfentwicklung fördern wir gezielt die ländlichen Regionen in Hessen. Lebensmittelgeschäfte, Dorfcafés, Treffs und kulturelle Angebote entstehen und sorgen für ein aktives Leben in den Gemeinden. Wir nehmen in diesem Jahr sieben weitere hessische Kommunen in das Programm auf“, ergänzte Hinz.

 

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