Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretär Conz überreicht „Baum der Vielfalt“

Thema: 
Naturschutz & Klimaschutz
13.10.2020Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Projekt „Buchenborn - Im Wald der Baumriesen und Wildkatzen“ wird als Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet

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Wildkatze im Wald
© Luca / Adobe Stock

„Ein neuer Lebensraum für Schwarzspecht, Rotspecht und Bechsteinfledermaus, das bietet das Projekt ‚Buchenborn - Im Wald der Baumriesen und Wildkatzen‘. Es ist ein herausragendes Beispiel für die vielseitigen Möglichkeiten sich für den Natur- und Artenschutz einzusetzen. Ich freue mich sehr, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und der Landwirtschaftlichen Rentenbank heute für ihr beeindruckendes Engagement symbolisch den „Baum der Vielfalt“ überreichen zu dürfen“, sagte Umweltstaatssekretär Oliver Conz im Rahmen der Verleihung der Auszeichnung zum „UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt“ an BImA-Vorstandsmitglied Paul Johannes Fietz und an Dr. Horst Reinhardt, den Vorstandssprecher der Landwirtschaftlichen Rentenbank in Friedberg.

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) mit dem zugehörigen Bundesforstbetrieb Schwarzenborn und die Landwirtschaftliche Rentenbank setzen im Waldgebiet Buchenborn bei Friedberg-Ockstadt auf einer Fläche von über 500 ha seit vier Jahren zahlreiche Projekte zur Förderung der Biodiversität und des Artenschutzes um. „So wurden zum Beispiel im Zuge des Projekts „Alte Baumriesen“ über 1.000 alte Bäume unter Prozessschutz gestellt. Das bedeutet, das nicht mehr in die natürlichen Prozesse des Ökosystems eingegriffen werden darf. Hiervon profitieren zahlreiche Arten, die auf Alt- und Totholz als Lebensraum und Nahrungsquelle angewiesen sind, wie beispielsweise der Eremit und der Hirschkäfer“, erklärte der Staatssekretär.

In dem Projekt „Auf leisen Pfoten“ hingegen spielt die Wildkatze die Hauptrolle. Auf der gesamten Fläche der Liegenschaft Buchenborn wurde die Wildkatzenpopulation mit Hilfe von Wildbeobachtungskameras und sog. Lockstäben dokumentiert und kartiert. Die Fläche bietet als großflächiger, zusammenhängender Waldkomplex aufgrund der naturnahen Bewirtschaftung sehr gute Lebensbedingungen für Wildkatzen. „Ich danke allen Beteiligten, dass sie mit ihren Projekten dazu beitragen ein Stück Wildnis in Hessen zu erhalten und die biologische Vielfalt stärken“, betonte Conz abschließend.

Hintergrund

Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt. Einer der zentralen Bestandteile der deutschen UN-Dekade-Aktivitäten ist der UN-Dekade-Wettbewerb, der von der Geschäftsstelle der deutschen UN-Dekade umgesetzt wird. Dabei wird in jeder Woche ein Projekt ausgezeichnet, das sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzt.

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