„Schoppen-Trophy“ geht an Weingut Mohr | Hess. Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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„Schoppen-Trophy“ geht an Weingut Mohr

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz, Verbraucherschutz & Veterinärwesen
04.06.2018Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser verleiht Urkunden an Winzerinnen und Winzer im Rheingau

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Weingläser mit Rotwein, Weißwein und Rosé
© Subbotina Anna / Fotolia

„Ich gratuliere dem Weingut Mohr aus Lorch, dem diesjährigen Gewinner der „Schoppen-Trophy“. Dieser besondere Wettbewerb widmet sich gezielt den Einstiegsweinen. Und gerade der preisgünstigste trockene Wein auf der Weinkarte gibt einen ersten Eindruck von der Qualität des Weingutes oder des Gutsausschankes“, betonte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser anlässlich der Überreichung der Urkunden an die Erstplatzierten der Schoppen-Trophy 2018.

Die Schoppen-Trophy wurde 2005 erstmals ausgeschrieben und wird somit in diesem Jahr zum 14. Mal verliehen. Organisiert wird dieser – bundesweit einzigartige – Wettbewerb vom „Rheingauer Weinschmecker“, einem Handbuch zu den besten Straußwirtschaften und Gutsausschänken der Region. Teilnahmeberechtigt sind Rheingauer Erzeugerinnen und Erzeuger mit angeschlossener Schänke. Sie reichen jeweils ihren preiswertesten, trockenen Riesling-Hausschoppen ein. „Der erste Eindruck hat auch hier große Bedeutung: Denn ein guter Schoppenwein verspricht meistens auch insgesamt gute Weine“, so die Staatssekretärin.

Das vergangene Weinjahr war für die Winzerinnen und Winzer nicht einfach. Nach einem kalten Winter 2016/2017 folgte der wärmste März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im April gab es jedoch einen Kälteeinbruch mit Nachtfrösten, der bei den jungen Trieben an den Reben zum Teil zu sehr großen Schäden, bis zum Totalausfall in einzelnen Weinbergen, führte. Die sommerlichen bis hochsommerlichen Temperaturen in den Monaten Juni und Juli bedingten dann eine rasante Entwicklung der Reben, auch die frostgeschädigten Anlagen konnten Entwicklungsrückstände weitgehend aufholen. In der letzten Juliwoche folgte jedoch ein Wetterumschwung, der teils mit Gewittern und Hagelschäden dafür sorgte, dass die Winzer ihre Weinberge regelmäßig kontrollieren mussten, damit sie den richtigen Lesezeitpunkt nicht verpassten. Während der Hauptlese herrschte meist sonniges Herbstwetter, welches einen starken Anstieg der Mostgewichte begünstigte. So konnten 2017 wieder höhere Qualitätsstufen erreicht werden. Bereits Anfang Oktober war die Hauptlese dann zu 90 Prozent beendet. „Wie alle landwirtschaftlichen Betriebe, sind die Winzerinnen und Winzer stark vom Wetter abhängig. Dies war auch 2017 wieder zu spüren. Hier macht sich der Klimawandel auch in Hessen bemerkbar. Wir als Landesregierung müssen uns gemeinsam mit unseren Winzerinnen und Winzern, sowie der gesamten Landwirtschaft dieser Herausforderung stellen“, erklärte Dr. Beatrix Tappeser. „Trotz dieser schwierigen Bedingungen ist es den Winzerinnen und Winzern gelungen, durch gezielte qualitätssteigernde Maßnahmen im Weinberg und selektiver Lese gute bis sehr gute Qualitäten zu ernten. Dafür habe ich großen Respekt und beglückwünsche Sie sehr“, ergänzte die Staatssekretärin.

Pinot-Cup wird zum zweiten Mal ausgetragen

Neben der Verleihung der Schoppen-Trophy fand auch die Siegerehrung des Pinot-Cups statt. Der Pinot-Cup wurde 2013 erstmals ausgeschrieben und wird in diesem Jahr erst zum zweiten Mail ausgetragen. Hier sollen die teilnehmenden Weingüter ihren besten und hochwertigsten Spätburgunder einreichen. „Da der Spätburgunder die zweite Leitrebsorte im Rheingau ist, freue ich mich, dass auch dieser Rebsorte ein eigener Wettbewerb gewidmet wurde. Viele Rheingauer Weingüter konzentrieren sich auf den Riesling, aber ein guter Spätburgunder ist bei vielen Rotweinliebhabern sehr beliebt“, betonte die Staatssekretärin.

Die Straußwirtschaften und Gutsschänken sieht die Staatssekretärin als ideale Botschafter für die Region: „Straußwirtschaften und Gutsschänken vermitteln ihren Besucherinnen und Besuchern vielschichtige Eindrücke, die weit über die angebotenen Weine und Speisen hinausgehen. Es geht um das Lebensgefühl und die Kulturlandschaft des Rheingaus insgesamt, die untrennbar mit dem Wein verbunden ist. Zudem ist und bleibt Hessen als Reiseziel sehr beliebt, der Rheingau mit seinen Wanderwegen durch die Weinberge und den vielen Straußwirtschaften ist hier ein optimales Beispiel für Tourismus im ländlichen Raum“, machte Dr. Beatrix Tappeser anlässlich der Urkundenübergabe im Weingut von Peter und Christine Keßler in Hallgarten deutlich.

Ausgezeichnet wurden:

„Schoppen Trophy“

1. Weingut Mohr, Lorch: 2017 Rheingau Riesling QbA trocken

2. Weingut Altenkirch, Lorch: 2017 Riesling „Steillage“ QbA trocken

3. Weingut Crass, Erbach: 2017 Rheingau Riesling QbA trocken

4. Weingut Allendorf, Winkel: 2017 „Save Water drink Riesling“ QbA trocken

5. Weingut F.B. Schönleber: 2017 Rheingau Riesling QbA trocken

6. Weingut Trenz, Johannisberg: 2017 Rheingau „Basic“ Riesling QbA trocken

7. Schloss Vollrads, Johannisberg: 2017 Rheingau Riesling QbA trocken

8. Weingut Mitter-Velten, Hochheim: 2017 Daubhaus Riesling Kabinett trocken

8. Weingut Goldatzel, Johannisberg: 2017 Vogelsang Riesling QbA trocken

„Pinot-Cup“

1. Platz Weingut Allendorf

2015 Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken „VDP.Großes Gewächs“

2. Platz Weingut Dorotheenhof

2015 Spätburgunder Auslese trocken „Im Eichenholzfass gelagert“

3. Platz Weingut Kloster Eberbach

2015 Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken VDP.Großes Gewächs

3. Platz Weingut Sohns

2015 Geisenheimer Mäuerchen Spätburgunder „M“ trocken

3. Platz Weingut Freimuth

2014 Rüdesheimer Magdalenenkreuz Blauer Spätburgunder trocken VDP.Erste Lage

 

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