Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Rasanter Zuwachs für die Honigbiene: In Hessen leben 62.000 Bienenvölker

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz, Naturschutz & Klimaschutz
24.03.2019Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Beim 50. Hessischen Imkertag dankte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz den hessischen Imkervereinen und überreichte Imkerpreise

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Biene auf einer Blüte
Biene auf einer Blüte
© Peter Kirschner / Fotolia

„In Hessen leben aktuell 62.000 Bienenvölker. 2008 waren es nur 48.000. Diesen rasanten Zuwachs verdanken wir vor allem der guten und harten Arbeit der Imkerinnen und Imker. Dafür möchte ich herzlich danken“, sagte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz beim 50. Hessischen Imkertag in Bad Schwalbach. Dass die Zahl der Honigbienen ansteige, dürfe jedoch nicht den Blick auf die Probleme bei den wildlebenden Verwandten trüben: „Von den 550 Wildbienenarten in Deutschland sind laut Roter Liste mehr als die Hälfte gefährdet oder vom Aussterben bedroht“, so die Ministerin. Deshalb sei das gemeinsame Engagement bei der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ so wichtig.

Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ schafft Nahrung und Lebensraum

Allein in 2018 konnten im Rahmen der Kampagne 60.000 Euro an finanzieller Unterstützung an Imkervereine ausbezahlt werden, die unter anderem in die Anlage von Blühflächen flossen. Insgesamt wurden durch die Kampagne und das Programm zur Förderung einer besonders nachhaltigen Landwirtschaft in Hessen 3.000 Hektar Blühstreifen angelegt. Diese kommen Honigbienen, Wildbienen und anderen Insekten zugute. „Ohne Insekten ist unser gesamtes Ökosystem in Gefahr, mit gravierenden Folgen für die Natur und den Menschen. Pflanzen werden nicht bestäubt und können keine Früchte bilden. Vögel verlieren ihre Nahrung und dann auch ihren Nachwuchs“, warnte die Ministerin. Doch nicht nur die Landwirtschaft müsse bienen- und insektenfreundlicher werden. Auch in den Kommunen und den Gärten gebe es viel zu tun: „Genug von Kieselsteinwüsten und leblosen Rasenflächen! Wir brauchen wieder mehr Vielfalt in unseren Gärten, Balkonen und Grünflächen“, betonte Hinz.

„Wichtiger Beitrag für Mensch und Natur“ – Imkervereine ausgezeichnet

Die Ministerin überreichte beim Imkertag die Preise an Vereine, die sich in den Bereichen Verbesserung der Lebensgrundlagen für die Bienen, Engagement in der Bienenzucht und der imkerlichen Praxis, Engagement in der Neuimkergewinnung und Nachwuchsförderung und beim sozialen Engagement besonders engagiert haben. Den ersten Platz erhielt der Imkerverein Kirchhain, verbunden mit einem Preisgeld von 700 Euro, den zweiten Platz erhielt der Bienenzuchtverein Roßdorf mit 500 Euro und den dritten Platz der Imkerverein Bad Schwalbach mit 300 Euro. „Ich danke den Imkervereinen für ihre hervorragende Arbeit. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für Mensch und Natur“, so die Ministerin.

Für die Förderung von Erzeugung und Vermarktung von Honig stellt das Land Hessen jährlich 105.000 Euro bereit, die um die gleiche Summe an Fördergeldern aus der EU ergänzt werden.

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