Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Öko-Aktionstage-Nordhessen

Noch lange nicht ‚Feierabend‘ für den Ökolandbau

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz
26.06.2018Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Landwirtschaftsministerin Hinz lobt die nordhessische Modellregion für Ökolandbau – weitere Regionen werden dem Vorbild folgen

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Ministerin Priska Hinz
Ministerin Priska Hinz
© HMUKLV / S. Feige

Die Hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz besuchte heute den Feierabendmarkt in Witzenhausen zum Abschluss der Öko-Aktionstage-Nordhessen. „Dieser Markt veranschaulicht die ganze Fülle des Landlebens, mitten in der Ökomodellregion Nordhessen. Die heutigen Verbraucherinnen und Verbraucher wollen einfach wissen, woher ihre Lebensmittel stammen und wie diese hergestellt wurden. Dabei setzen immer mehr Menschen auf den Genuss von bioregionalen Produkten. Genau auf dieses verständliche Bedürfnis gehen die Landwirtinnen und Landwirte und Lebensmittelproduzenten ein und suchen den Dialog“, sagte Hinz in ihrem Grußwort.

Der ländliche Raum macht rund 80 Prozent der hessischen Landesfläche aus und hier lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung. Um den ländlichen Raum noch attraktiver zu gestalten, hat die Landesregierung die ressortübergreifende Aktion „Land hat Zukunft – Heimat Hessen“ gestartet und will in den nächsten Jahren alle Möglichkeiten der verschiedenen Akteure bündeln und die Regionalberatung noch einmal verstärken.

Ein Element sind die Ökomodellregionen. „Erst heute Morgen habe ich fünf neue Ökomodellregionen ausgerufen. Damit decken wir knapp zwei Drittel der gesamten Landesfläche ab. Hessen ist somit Vorreiter in Deutschland und auf dem Weg hin zum Ökomodellland!“, so die Ministerin. In Hessen werden derzeit schon 13,5 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. „Dieser Erfolg basiert nicht zuletzt auf den guten finanziellen und politischen Rahmenbedingungen die wir als Landesregierung stellen. Der Ökoaktionsplan bietet eine zuverlässige Unterstützung für alle bestehenden Biobetriebe und auch für solche, die bereit sind umzustellen. An diesem erfolgreichen Konzept wollen wir festhalten“, so Hinz abschließend.

Hintergrund:

Seit 2014 gibt es in Hessen einen Ökoaktionsplan und seit Herbst 2015 drei Ökomodellregionen, die vom Land Hessen aus dem Ökoaktionsplan gefördert werden. Die nordhessischen Landkreise Werra-Meissner und Kassel sind von Anfang an gemeinsam dabei und erhalten zusammen 50.000 Euro im Jahr an Personalkostenzuschuss. Sie arbeiten mit dem Zentrum für Ökologischen Landbau e.V. an der Hochschule in Witzenhausen zusammen. Die ursprünglich für zwei Jahre angesetzte Förderperiode wurde von der Hessischen Landwirtschaftsministerin Hinz bis Ende 2020 verlängert. Nach einer erneuten Ausschreibung wurden heute in Wiesbaden fünf weitere Landkreise zu Modellregionen ernannt.

In Hessen werden derzeit 105.000 Hektar, das sind 13,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche von über 2.000 landwirtschaftlichen Betrieben bearbeitet – Tendenz weiter steigend. Zum Konzept der nordhessischen Modellregion gehören die Bio-Feierabendmärkte in Witzenhausen an sechs Dienstagen von April bis September. Neben Einkaufen, Freunde treffen und Genießen können sich die Besucherinnen und Besucher in entspannter Atmosphäre bei den Bio-Erzeugern auf dem Bio-Feierabendmarkt informieren.

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