Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ländlicher Raum

Neues Förderprogramm: Dorfmoderation

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser stellt ein neues Förderangebot für ländliche Kommunen vor

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Ein Fachwerkhaus in Hessen
© HMUKLV

„Gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land sind ein wichtiges Anliegen der Hessischen Landesregierung. Mit vielfältigen Förderprogrammen erhalten wir attraktiven Lebensraum in ländlichen Regionen, begleiten strukturellen und gesellschaftlichen Wandel und unterstützen und eröffnen Gestaltungsperspektiven“, sagte Staatssekretärin im Landwirtschaftsministerium, Dr. Beatrix Tappeser, die heute in Wiesbaden das neue Förderangebot „Dorfmoderation – Moderations- und Beratungsleistungen zur Begleitung von Veränderungsprozessen“ vorstellte. Das neue Angebot ergänzt das Portfolio der Förderprogramme für die ländliche Entwicklung, zu dem bereits die Programme „Dorfentwicklung“ und „LEADER“ gehören. Es steht allen Kommunen unter 20.000 Einwohnern im ländlichen Raum offen (ausgenommen der Förderschwerpunkte der Dorfentwicklung, in denen bereits entsprechende Moderationsprozesse gefördert werden). „Das Programm ermöglicht Kommunen, die verschiedenen Bereiche des dörflichen Lebens zielgerichtet nach möglichen Verbesserungen hin unter die Lupe zu nehmen. Gleichzeitig werden Bürgerinnen und Bürger in den moderierten Entwicklungsprozessen gehört und ihre Vorschläge einbezogen“, sagte Staatssekretärin Tappeser.

Viele ländliche Kommunen stehen vor großen Herausforderungen, die durch demografische und sozioökonomische Veränderungen hervorgerufen werden: Rückgang und Alterung der Dorfbewohnerinnen und -bewohner, eine nicht ausreichende Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen und erschwerte Mobilität sind vielerorts wichtige Themen. Auch für eine gelingende Integration von Flüchtlingen suchen Gemeinden nach Lösungen. „Eine professionelle Moderation von Diskussionsprozessen und externe Beratung kann den Gemeinden dabei helfen, für ihre Herausforderungen sachgerechte Lösungsansätze zu entwickeln und gleichzeitig die Dorfgemeinschaft zu stärken“, erklärte Tappeser.

Durch das Programm werden Ausgaben für Moderations- und Beratungsdienstleistungen von Fachbüros mit dem jeweiligen individuellen Fördersatz der Kommune finanziell unterstützt. Anträge für die aktuelle Förderrunde können bis zum 1. September 2018 bei der Wirtschafts- und Investitionsbank Hessen (WIBank) eingereicht werden. Für das Programm stehen für 2018 und 2019 jeweils 500.000 Euro zur Verfügung, die im Rahmen der Offensive „LAND HAT ZUKUNFT – Heimat Hessen“ vom Land bereitgestellt wurden. „Ich hoffe, dass die hessischen Kommunen das Programm rege nutzen und mit dieser Unterstützung den ländlichen Raum zukunftsfähig und attraktiv gestalten können“, sagte Staatssekretärin Tappeser abschließend.

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