Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Wohnungsbau

Ministerin ruft zur Zusammenarbeit im Wohnungsbau auf

Wohnungsbauministerin Priska Hinz wirbt bei Wohnbaukonferenz in Südhessen für engen Austausch zwischen Land, Kommunen und Wohnungswirtschaft

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Luftbildaufnahme einer Stadt
© Jörg Hackemann - Fotolia

Bei der ersten von vier regionalen Wohnbau- und Infrastrukturkonferenzen betonte Wohnungsbauministerin Priska Hinz heute im südhessischen Darmstadt, dass Wohnungsbau zunehmend im regionalen Zusammenhang gedacht werden muss: „Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum kann nicht nur in den Städten behoben werden. Wir brauchen eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Umland und den Zentren, um eine Lösung für dieses drängende Problem zu finden. Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, attraktive Wohngebiete, sowie genug Schulen und Kitas im Umland führen dazu, dass nicht alle in die Städte ziehen wollen und entlasten so den dortigen Mietmarkt. Davon profitieren alle“, erklärte Hinz. „Deshalb braucht es eine regional abgestimmte Vorgehensweise, die wir mit den Wohnungsbaukonferenzen unterstützen können.“

Die Regionalkonferenzen finden auf Anregung der Allianz für Wohnen zur besseren Vernetzung der Regionen zum Thema Wohnungsbau und Infrastruktur statt. Die Konferenzen geben Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zwischen kommunalen Vertretern, der Wohnungswirtschaft und Trägern von sozialen Einrichtungen und bieten die Möglichkeit eine Zusammenarbeit auszubauen. Das Land unterstützt den Wissenstransfer in Hessen durch die Wohnbaukonferenzen.

„Ein gelungenes Beispiel, wie regionale Zusammenarbeit funktionieren kann, bietet die Vorgehensweise des Regierungspräsidiums Darmstadt, das ein Strukturkonzept für den südhessischen Raum entwickelt, worin festgelegt wird, wo, wie viele und mit welcher Nutzung gebaut werden soll. Über diese Planung werden Städte und Gemeinden im Umland bei Fachdialogen diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen“, lobte Ministerin Hinz die Bemühungen der Region.

Mit unterschiedlichen Instrumenten unterstützt das Land die Regionen dabei, für mehr Wohnraum zu sorgen. Zum Beispiel über die Baulandoffensive: Kommunen werden dabei unterstützt brachliegende Grundstücke als Bauland zu erschließen. „Die Baulandoffensive ist eine Erfolgsgeschichte: Für 18 Flächen werden Machbarkeitsstudien erstellt. Darin steckt ein Potential von 6.250 Wohnungen“, so die Ministerin. Darüber hinaus wird das Land eigene Grundstücke günstig an die Kommunen veräußern, wenn darauf geförderte Wohnungen entstehen. Außerdem wurden für die Förderprogramme „geringe Einkommen“, „mittlere Einkommen“, „studentisches Wohnen“ und „Modernisierung Mietwohnungen“ die Richtlinien zusammengeführt, vereinfacht und verbessert: Die Fördersätze wurden erhöht, die Förderzuschüsse steigen von 10 auf bis zu 25 Prozent und die Sozialbindung der Wohnungen wurde verlängert. Auch das neue auf den Weg gebrachte Förderprogramm WIP bietet sehr attraktive Förderkonditionen. Damit schafft die Landesregierung weitere Anreize für Kommunen, Investoren, Bauträger und Wohnungsbaugesellschaften sozialgeförderten Wohnraum zu bauen.

„Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ist eine unserer größten Herausforderungen. Deshalb hat das Land die Mittel hierfür deutlich erhöht: 1,7 Milliarden Euro fließen in den sozialgeförderten Wohnungsbau. Wir haben die verschiedenen Förderprogramme ausgebaut sowie neue Maßnahmen auf den Weg gebracht und alles im Masterplan Wohnen gebündelt“, erklärte Ministerin Hinz. „Die Kommunen haben über die Bauleitplanung eine Schlüsselposition beim Bau von Wohnungen. Nur wenn es gelingt, dass Bund, Land und die Gemeinden gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft die Herausforderung steigender Mieten und Wohnungspreise anpacken, werden wir diese Entwicklung aufhalten können. Ich freue mich, dass wir mit der heutigen Konferenz einen Beitrag zu einer konstruktiven Zusammenarbeit leisten“, so die Ministerin abschließend.

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