Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Biblis

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Biblis: Unterbrochene Spannungsversorgung einer Brandmelde – Löschzentrale

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Kernkraftwerk Biblis, Gesamtansicht der Anlage vom gegenüberliegenden Rheinufer (Worms-Ibersheim) aus - © Alexander Hoernigk
Kernkraftwerk Biblis
© Alexander Hoernigk

Die Betreiberin des Kernkraftwerkes Biblis, die RWE Nuclear GmbH, hat das nachfolgende Ereignis dem hessischen Umweltministerium als zuständiger Aufsichtsbehörde gemeldet. Nach der Internationalen Skala zur Bewertung von Vorkommnissen INES ist es der Stufe 0 (unterhalb der Skala = keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung) zuzuordnen:

Im abgeschalteten und kernbrennstofffreien Block B des Kraftwerks Biblis wurde am 29. September 2020 im Rahmen einer Anlagenbegehung festgestellt, dass die Betriebsanzeige der Brandmelde – Löschzentrale (BMLZ) nicht leuchtet. Die Überprüfung ergab, dass die Spannungsversorgung der BMLZ im Schrank abgeschaltet war. Die Ursachenklärung ergab, dass bei der zuvor durchgeführten wiederkehrenden Prüfung der Netzausfall dieser BMLZ simuliert wurde, um deren interne Batterieversorgung zu prüfen. Dabei wurde versehentlich die Netzversorgung nicht wiederhergestellt. Die Spannungsversorgung wurde umgehend wiederhergestellt. Das Prüfpersonal wurde sensibilisiert und erneut unterwiesen.

Der Befund hatte keinerlei radiologische Auswirkungen und es kam zu keiner Beeinträchtigung von anderen Systemen. Eine Gefährdung des Personals, der Umgebung oder der Anlage war mit dem Vorkommnis nicht verbunden.

Das Ereignis wurde von der Betreiberin in die Kategorie N (= Normal) nach den deutschen Meldekriterien eingestuft und fristgerecht (innerhalb von 5 Werktagen) der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde gemeldet.

Eine abschließende Bewertung wird unter Hinzuziehung des atomrechtlichen Sachverständigen vorgenommen.

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Pressesprecherin: 
Frau Ira Spriestersbach
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