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Sauberhaftes Hessen

Mehr als 3.200 Handys: Sammelaktion war ein voller Erfolg

Thema: 
Abfall & Atom, Naturschutz & Klimaschutz
27.03.2019Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser überreichte Scheck über 3.000 Euro an NABU Hessen

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Bei der Scheckübergabe (v.l.n.r.): Michael zum Hofe (Teqcycle), Stefanie Stüber (NABU Hessen),  Staatsekretärin Dr. Beatrix Tappeser, Jürgen Scheider (REWE Region Mitte), Klaus Scheider (Marktleiter REWE Wiesbaden)
Bei der Scheckübergabe (v.l.n.r.): Michael zum Hofe (Teqcycle), Stefanie Stüber (NABU Hessen), Staatsekretärin Dr. Beatrix Tappeser, Jürgen Scheider (REWE Region Mitte), Klaus Scheider (Marktleiter REWE Wiesbaden)
© HMUKLV

„Manchmal fängt der Ressourcenschutz mit dem Blick in die eigene Schublade an, vielleicht findet sich ja dort ein ungenutztes Handy. Ich freue mich sehr, dass so viele Bürgerinnen und Bürger unserem Aufruf gefolgt sind und bei unserer Aktion mehr als 3.200 Mobiltelefone zusammen gekommen sind“, erklärte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute zum Abschluss der Handysammelaktion in Wiesbaden. Dort überreichte sie einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro an die stellvertretende Landesvorsitzende des NABU Hessen, Stefanie Stüber. Die Erlöse aus der Handysammelaktion fließen in das Projekt „Mäuse für den Milan“ des NABU Hessen. „Somit profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch der Artenschutz von der Sammelaktion“, ergänzte die Staatssekretärin.

Über 125 Millionen ungenutzte Handys schlummern, laut Angaben des Branchenverbandes BITKOM, in deutschen Schubladen. Daraus könnten fast drei Tonnen Gold, 20 Tonnen Silber und 720 Tonnen Kupfer zurückgewonnen werden. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern REWE Region Mitte, der Deutschen Telekom, dem NABU Hessen und Teqcycle Solution warb das Hessische Umweltministerium für die Abgabe ungenutzter Handys. Von November 2018 bis Januar 2019 konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Geräte in Supermärkten abgeben. Sie wurden dann, nach dem zertifizierten Löschen der Daten, weiterverwendet oder einem Recycling zugeführt. „Der beste Ressourcenschutz ist jedoch eine möglichst lange Nutzung der Handys. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf eines neuen Telefons gut überlegen, ob es das überhaupt braucht“, so die Staatsekretärin.

„Die Menge an gesammelten Althandys macht deutlich, wie einfach es für Verbraucherinnen und Verbraucher ist, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zum Ressourcenschutz zu leisten“, so Jürgen Scheider, Vorsitzender der Geschäftsleitung REWE Region Mitte. „Die Tatsache, dass über 125 Millionen ungenutzte Smartphones und Handys in deutschen Schubladen ein trostloses Dasein fristen, in denen allein fast drei Tonnen Gold gebunden sind, animiert zur Fortsetzung der Sammelaktion, um noch mehr Bürgerinnen und Bürger zu mobilisieren“, ergänzte Michael zum Hofe von Teqcycle.

„Wer sein Handy recyceln lässt, der trägt dazu bei, dass die dort enthaltenen High-Tech Metalle zurückgewonnen und so wieder in den Produktionsprozess integriert werden. Da die Handysammelaktion so erfolgreich war, überlegen wir aktuell, wie wir sie fortführen können. Eine dauerhafte Aktion erscheint mir dabei sinnvoll“, so Tappeser abschließend.

Hintergrund:

„Sauberhaftes Hessen“ ist die Umweltkampagne des Hessischen Umweltministeriums, die seit 2002 das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für die Müllvermeidung stärkt. Neben der Handysammelaktion gibt es jährlich mehrere Aktionstage: den „Sauberhaften Schulweg“, der Schülerinnen und Schüler anspricht, den „Sauberhaften Kindertag“ sowie den „Sauberhaften Herbstputz“ für Vereine, Familien und Unternehmen. Mit der Handysammelaktion unterstützte das Hessische Umweltministerium auch die von der EU-Kommission initiierte „Europäische Woche der Abfallvermeidung“.

 

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