Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Luftqualität

Leichte Verbesserungen bei der Luftqualität

Stickstoffdioxid-Bilanz 2018 für Hessen veröffentlicht

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Ministerin Priska Hinz
Ministerin Priska Hinz
© HMUKLV / S. Feige

„Die Luftbelastung durch Stickstoffdioxid hat sich in Hessen etwas verbessert. Der Großteil der Stickoxidwerte ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Es ist gut, dass wir hier einen Abwärtstrend erkennen können. Trotzdem haben wir immer noch sehr viele, teilweise sehr hohe, Überschreitungen und werden auch weiterhin geeignete Maßnahmen umsetzen, um die Luftqualität in unseren Städten zu verbessern. Die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger hat oberste Priorität“, kommentierte Umweltministerin Priska Hinz die heute vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) veröffentlichte Stickstoffdioxid-Bilanz.

Laut den Messungen des HLNUG wurden 2018 an 18 von 59 Stickstoffdioxid-Messstellen der Grenzwert von 40 µg/m3 NO2 noch überschritten. Das ist eine Überschreitung weniger als im Vorjahr. An den 36 festen Messstationen wurde der Grenzwert sechs Mal (2017: 6 Mal) überschritten, bei den 23 Passivsammlern 12 Mal (2017: 13 Mal). An der Messstelle Offenbach-Bieberer Straße wurde der Grenzwert knapp überschritten, während er 2017 noch eingehalten wurde. Umgekehrt verhält es sich mit den Messstellen Frankfurt-Reuter Weg und Bensheim-Nibelungenstraße. An beiden Stationen wurde der Grenzwert im Jahr 2018 im Gegensatz zum Vorjahr eingehalten.

Zugenommen haben die Werte an den Messstellen Gießen-Westanlage mit 43,9 µg/m3 (2017: 42,1 µg/m3) und Limburg-Schiede mit 49,2 µg/m3 (2017: 43,2 µg/m3). Wie im Vorjahr konnte der Grenzwert zum Beispiel an der Messstelle Darmstadt-Heinrichstraße, Frankfurt-Friedberger Landstraße und Wiesbaden-Schiersteiner Straße nicht eingehalten werden. Der höchste Messwert war der des Passivsammlers an der Darmstadt-Hügelstraße mit 66,5 µg/m³. „In Gießen und Limburg werden wir die Luftreinhaltepläne fortschreiben und noch gezielter auf wirksame Maßnahmen hinarbeiten. In Darmstadt, Wiesbaden und Frankfurt haben wir in den letzten Monaten sehr intensiv an den Luftreinhalteplänen gearbeitet und gemeinsam mit den Städten wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch hier in den nächsten Jahren Verbesserung sehen werden“, erklärte Hinz. „Für Darmstadt befindet sich der aktualisierte Plan derzeit in der Öffentlichkeitsbeteiligung. Mit den darin enthaltenen Maßnahmen gehen wir bereits bis Ende 2019 von einem deutlichen Rückgang der Stickoxid-Immissionen aus.“

Durch zusätzliche Maßnahmen, die mit der Stadt Wiesbaden umgesetzt werden, kann die Grenzwerteinhaltung bereits in 2020 erreicht werden, und das ohne Verkehrsbeschränkungen.

„Die Zahlen zeigen aber auch eine positive Entwicklung: In Kassel haben wir nun im zweiten Jahr in Folge die Grenzwerte eingehalten und werden keinen Luftreinhalteplan mehr benötigen. Auch in Fulda und Marburg haben wir mittlerweile keine Grenzwertüberschreitung mehr. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, ergänzte Hinz.

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