Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Naturschutzforum

Landwirtinnen und Landwirte bei Naturschutz einbinden

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz, Naturschutz & Klimaschutz
04.08.2018Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Umweltministerin Priska Hinz spricht sich beim Naturschutzforum in Wetzlar für eine verstärkte EU-Förderung von Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft aus.

bluehstreifen_betrieb_dr._schneider_grosslueder_2.jpg

Blühstreifen am Feldrand - ein Beitrag zur Biodiversität
Blühstreifen am Feldrand - ein Beitrag zur Biodiversität
© HMUKLV

„Biologische Vielfalt und der Klimaschutz sichern unseren notwendigen Lebensgrundlagen und sind untrennbar verknüpft mit der Agrarpolitik. Deshalb müssen sie mit dem europäischen Agrarfinanzrahmen verhandelt werden“, sagte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz beim heutigen Naturschutzforum in der Naturschutz-Akademie Hessen in Wetzlar.

„Der europäischen Agrarpolitik kommt eine grundlegende Bedeutung zur Umsetzung der Umweltziele der EU zu. Die Diskrepanz zwischen den agrar- und umweltpolitischen Zielen der EU und den Vorschlägen zur Finanzierung ist ein Riesenproblem“, so die Ministerin. Im Juni hatte die Europäische Kommission Vorschläge für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für die Periode 2021 - 2028 vorgestellt. Im diesjährigen Naturschutzforum in Wetzlar wurde über diese Vorschläge informiert und über die Möglichkeiten der Gemeinsamen Agrarpolitik zur Sicherung der biologischen Vielfalt diskutiert. „Wer die Bauern für weitere Naturschutz- und Landschaftspflegeleistungen gewinnen will, muss ihnen Planungssicherheit und die richtigen finanziellen Anreize geben. Und es ist klar: In Zukunft muss sich die GAP daran messen lassen, dass sie die öffentlichen Mittel für Gemeinwohlleitungen der landwirtschaftlichen Betriebe einsetzt“, ergänzte Ministerin Hinz in ihrer Rede.

Die Halbzeitberichte zur EU-Biodiversitätsstrategie und zur Wasserrahmenrichtlinie, die Verurteilung Deutschlands zur Nitratrichtlinie und der massive Rückgang der Tier- und Pflanzenarten im Offenland haben deutlich gemacht, dass ohne eine Änderung der Agrarpolitik die umweltpolitischen Ziele nicht zu erreichen sind. Deshalb fordert Hessen eine finanzielle Grundlage für landwirtschaftliche Betriebe, die gleichzeitig den gesellschaftlichen Anforderungen an Natur-, Tier-, Gewässer- und Klimaschutz gerecht wird. „Dabei müssen die Leistungen der Landwirtschaft für Pflege der Kulturlandschaft angemessen finanziert sein“, ergänzte Hinz.

Hintergrund

Das Naturschutzforum Hessen findet jährlich statt. Zielgruppe der Veranstaltung der Naturschutz-Akademie Hessen (NAH) und des Naturschutz-Zentrums Hessen (NZH) sind das Ehrenamt im Naturschutz sowie diejenigen, die sich freiberuflich und in der Verwaltung mit Naturschutz befassen. Beim Naturschutzforum findet ein öffentlicher Dialog zwischen unterschiedlichen Verbänden zu wichtigen Themen des Naturschutzes statt. Auch im aktuellen Naturschutzforum 2018 zu „Möglichkeiten der Gemeinsamen Agrarpolitik zur Sicherung der biologischen Vielfalt“ wird der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, sich zu informieren und eine Positionsbestimmung vorzunehmen. Die NAH beziehungsweise der Partner NZH sind somit auch Diskussionsplattform der Mitgliedsverbände des NZH, im vorliegenden Fall der Landwirtschaft und des Naturschutzes.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Mischa Brüssel de Laskay
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
+49 611 815 1020
+49 611 815 1943
pressestelle@umwelt.hessen.de
Schließen