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Land unterstützt Kommunen bei der Beseitigung von Sturmschäden im Wald

Umweltschutzministerin Priska Hinz übergibt Förderbescheide an die Gemeinden Eltville, Oestrich-Winkel und Kiedrich

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Umweltministerin Priska Hinz bei der Übergabe der Förderbescheide an die Bürgermeister von Eltville, Kiedrich, Oestrich-Winkel (von links)
Umweltministerin Priska Hinz bei der Übergabe der Förderbescheide an die Bürgermeister von Eltville, Kiedrich, Oestrich-Winkel (von links)
© HMUKLV

„Das Sturmtief Erik hat im vergangenen Jahr besonders in den Wäldern im Rheingau hohe Schäden angerichtet. Mit der Sturmschadensrichtlinie Erik haben wir als Landesregierung den betroffenen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer eine schnelle und unbürokratische Soforthilfe angeboten“, sagte Staatsministerin Priska Hinz. Sie überreichte den Bürgermeistern von Eltville, Patrick Kunkel, von Kiedrich, Winfried Steinmacher, und von Oestrich-Winkel, Michael Heil, heute in Wiesbaden Förderbescheide insgesamt über 210.000 Euro. Die drei sind die am stärksten betroffenen Kommunen im Rheingau. Eltville erhielt einen Förderbescheid in Höhe von 40.005 Euro, die Gemeinde Kiedrich 115.935 Euro und die Stadt Oestrich-Winkel 59.352 Euro. Mit der Förderung kann in den kommunalen Wäldern Schadholz von rund 71.000 Festmeter aufgearbeitet werden. Die Landesmittel hierzu werden aus der Walderhaltungsabgabe bereitgestellt. Insgesamt haben elf Kommunen und zwei Privatforstbetriebe für rund 140.000 Festmeter Schadholz eine finanzielle Unterstützung von rund 420.000 Euro für die Aufarbeitung der Sturmschäden beantragt. Die Förderung von Schadholz war rückwirkend zum 1. August 2017 möglich und zeitlich bis Ende Mai 2018 begrenzt.

„Der Klimawandel bringt uns auch hier in Hessen extreme Wetterereignisse, auf die wir uns einstellen müssen. Deswegen setzen wir in Hessen auf Klimaschutz und auf Klimawandelanpassung“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz. „Dazu gehören auch klimastabile Wälder. Mit dem FSC-Siegel wird der hessische Staatswald ökologischer und nachhaltiger und damit weniger anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels“, ergänzt die Ministerin.

Zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft gehört auch, Sturmschäden rasch zu beseitigen. Die rasche Aufarbeitung des Schadholzes und die Räumung der Flächen sind auch deshalb wichtig, um Sekundärschäden zu vermeiden, zum Beispiel könnten sich Borkenkäfer in umgestürzten Bäumen vermehren, die dann den gesunden Bäumen schaden. „Auch müssen die Waldbesitzer dafür sorgen, dass der Wald von den Bürgerinnen und Bürgern wieder sicher besucht werden kann“, so Hinz. „Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer stehen nach einem solchen Sturmereignis vor enormen Herausforderungen, die sowohl finanziell Einbußen als auch zusätzliche Investitionen zur Bewältigung der Schäden bedeuten“, sagte Ministerin Hinz. Mit der Förderung unterstützt die Landesregierung eine möglichst zeitnahe Räumung der Flächen, um die Leistungsfähigkeit des Waldes und damit seine ökologischen, ökonomischen und sozialen Funktionen wieder herzustellen.

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