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Renaturierung

Land fördert Renaturierung des Ruthsenbaches mit 554.000 Euro

Staatssekretärin Dr. Tappeser überreicht Förderbescheid: „Vor allem Fische profitieren von einer besseren Durchlässigkeit.“

Blick östlich des Fußweges auf den Bach, am Ufer wächst eine schützenswerte Eiche
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Blick östlich des Fußweges auf den Bach, am Ufer wächst eine schützenswerte Eiche
© Stadt Darmstadt

„Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den ökologischen Zustand der hessischen Gewässer zu verbessern. Heute kann ich daher dem Wasserverband Schwarzbachgebiet-Ried und der Stadt Darmstadt einen Förderbescheid zur Renaturierung des Ruthsenbachs überreichen“, erklärte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser in Darmstadt-Kranichstein. Der Förderbescheid über rund 554.000 Euro stammt aus dem hessischen Förderprogramm „Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz“ und ist für das erste Maßnahmenpaket am Ruthsenbach gedacht.

Da es sich bei der geplanten Renaturierung um eine komplexe Gesamtmaßnahme handelt, wurde sie in mehrere Maßnahmenbündel aufgeteilt. Bei dem nun geförderten Projekt handelt es sich um eine kostenintensive, aufwendige Innerort-Gewässerentwicklungsmaßnahme. Konkret soll der Ruthsenbach in den Darmstädter Stadtteilen Kranichstein und Arheilgen einschließlich der dort gelegenen drei Hochwasserrückhaltebecken umgestaltet werden. Weiterhin ist geplant, neue Entnahmebauwerke für das Arheilger Mülchen und den Erich-Kästner-See zu bauen. Darüber hinaus soll im Zulaufbereich des Ruthsenbaches in den Erich-Kästner-See ein Bypass erstellt und eine Schilffläche angelegt werden.

„Ein wichtiges Ziel dieses Projektes ist es, die Durchgängigkeit des Baches für die fließgewässertypischen Fische wieder herzustellen. Damit wir auch überprüfen können, ob diese Maßnahme erfolgreich verläuft, wird es gewässerökologische Begleituntersuchungen geben. Das geschieht, indem vor und nach der Maßnahmendurchführung der Fischbestand überprüft wird“, sagte Dr. Beatrix Tappeser.

Außerdem soll die Renaturierung dazu beitragen, die Wasserqualität im Bach zu verbessern, zwei hochwertige Naturschutzgebiete miteinander zu vernetzen und die drei Dauerstaubecken, die in Fließrichtung des Baches liegen, zu entschlammen.

„Die Renaturierung wird zum einen die Gewässerökologie des Ruthsenbachs deutlich verbessern. Dies kommt auch vor allem den darin lebenden Fischen zu Gute. Die drei Hochwasserrückhaltebecken dienen zum anderen einem besseren Hochwasserschutz. Mit der Renaturierung können demnach wertvolle Synergieeffekte erzielt werden“, fasste die Staatssekretärin abschließend zusammen. Die geplanten Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt, um den „guten ökologischen Zustand“, den die europäische Wasserrahmenrichtlinie fordert, zu erreichen.

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