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Jagdstrecke veröffentlicht – Anstieg bei Rot- und Rehwild

Priska Hinz: „Hessens Jägerinnen und Jäger haben im vergangenen Jagdjahr einen wichtigen Beitrag zum Wildtiermanagement geliefert“

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Rehwild im Wald
© fotoartis - stock.adobe.com

Rund 84.000 Wildschweine, 8.200 Stück Rotwild und 97.000 Rehe sind in den hessischen Revieren im vergangenen Jagdjahr 2019/2020 zur Strecke gekommen. „Ich danke den Jägerinnen und Jägern für ihren zeitintensiven Einsatz. Die Jagd ist wichtig, zum einen aufgrund des drohenden Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest und zum anderen, um die Wiederbewaldung von kahlen Flächen zu gewährleisten. Denn nur mit lebensraumangepassten Wildbeständen kann dies gelingen. Rotwild und Rehe fressen junge Setzlinge an und gefährden so den wichtigen Aufbau eines klimastabilen Waldes“, betonte Staatsministerin Hinz bei der Veröffentlichung dieser Zahlen.

Die Streckenergebnisse bestätigen, was Forscherinnen und Forscher schon lange feststellen: „Es gibt so viele Rehe und Hirsche in Hessen wie noch nie. Je mehr Tiere sich aber einen Lebensraum teilen, desto größer ist die Gefahr des Ausbruchs von Krankheiten und desto größer sind die Schäden in Wald, Feld und Flur. Deswegen ist ein Wildtiermanagement von großer Bedeutung“, erläutert die Ministerin.

Kaum gejagt wird der Großteil des Niederwildes. Besonders aufgrund der Veränderung der Lebensräume sind zum Beispiel Feldhasen heute potentiell gefährdet. „Jägerinnen und Jägern jagen diese Tiere nicht mehr so intensiv, sondern zählen sie in Kooperation mit dem Arbeitskreis Wildbiologie der Universität Gießen. Damit bleibt die Nachhaltigkeit der Jagd gewährleistet,“ ergänzte Hinz.

Das Wildfleisch kann direkt bei den Jägerinnen und Jägern, Metzgereien sowie den Forstämtern vor Ort bezogen werden. Zahlreiche Jägerinnen und Jäger bieten auch bereits portioniertes Wildfleisch an oder vermitteln gern entsprechende Hilfe. „Die Nachfrage nach nachhaltigen Lebensmitteln ist groß: Dazu gehört auch Wildfleisch. Die Tiere leben stressfrei in der Natur, das Fleisch ist aus der Region und kann guten Gewissens gegessen werden“, ergänzte Hinz.

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