Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Ökolandbau

Hessen beim Ökolandbau Spitzenreiter

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz
20.11.2018Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Landwirtschaftsstaatssekretärin Dr. Tappeser eröffnet den 4. Hessischen Ökolandbau-Fachtag in Hüttenberg

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Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser
Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser
© HMUKLV / S. Feige

„Der Ökolandbau erfüllt unbestritten die ökologischen, ökonomischen und sozialen Anforderungen an eine nachhaltige Wirtschaftsweise und die Politik tut gut daran, dies zu unterstützen. Mit unserem Ökoaktionsplan haben wir genau das getan. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir haben mittlerweile 14,5 Prozent Ökoanbaufläche und 13,5 Prozent der Betriebe arbeiten ökologisch. Damit nehmen wir im Bundesvergleich einen Spitzenplatz ein“, sagte Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser zur Begrüßung zum 4. Hessischen Ökolandbau-Fachtag in Hüttenberg, der vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) ausgerichtet wird und Möglichkeiten zum Austausch und der Vernetzung von Landwirtinnen und Landwirten bietet. Zu dem großen Anstieg des Ökolandbaus trägt auch die Beratung des LLH und Angebote wie der Ökolandbau-Fachtag bei.

„Der Ökolandbau bietet den schonendsten Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und er berücksichtigt die höchsten Standards beim Tierwohl. Aber alle Landwirtschaftsbetriebe, auch konventionelle, müssen eine Arbeitsweise entwickeln, die die Umwelt schont und den Klimawandel nicht weiter anheizt. Dabei unterstützt die Landesregierung finanziell und beratend“, ergänzte Tappeser.

Für die hessische Agrarpolitik stünden in den kommenden Jahren zwei Aspekte im Fokus: Die erfolgreiche Arbeit fortsetzen und die landwirtschaftliche Wertschöpfung stärker in der Region halten. Hierfür braucht es eine bessere Verknüpfung zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln. „Wir bleiben unserem Motto treu: Mehr Bio aus Hessen für Hessen. Wir wollen die Wertschöpfungsketten stärken und ebenfalls die Verarbeitungsstrukturen erhalten und ausbauen“, erklärte die Staatssekretärin. „Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln wächst vor allem in den Großstädten. Es ist wichtig, ein neues Miteinander von Stadt und Land aufzubauen, damit die Nachfrage aus der Region gedeckt werden kann und die Wertschöpfung im Lande bleibt. Davon profitieren alle.“ Der zweite Schwerpunkt liege in der Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik und der damit einhergehenden Förderkulisse. Hier werde Hessen sich auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass Aufgaben die dem Gemeinwohl dienen künftig auch finanziell stärker berücksichtigt werden.

Hintergrund:

Der Landesbetrieb Landwirtschaft ist die landwirtschaftliche und gartenbauliche Beratungseinrichtung in Hessen. Er berät in allen Belangen rund um den Ökoanbau, richtet Feldtage und alle zwei Jahre auch den Ökolandbau-Fachtag aus.

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