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Erntehelfer

Die Spargelsaison beginnt – Engpass bei Erntehelferinnen und Erntehelfern eindämmen

Thema: 
Landwirtschaft & ländlicher Raum
19.03.2020Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Spargelernte
Spargelernte
© juefraphoto - stock.adobe.com

„Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie stellen die gesamte Gesellschaft vor eine große Herausforderung. Auch die Landwirtschaft ist in besonderer Weise betroffen: Durch die aktuelle Witterung beginnt die Spargelsaison in diesem Jahr deutlich früher. Für alle, die wie ich gerne hessischen Spargel essen, eigentlich ein Grund zur Freude. Leider können in Folge der Grenzschließungen viele der fleißigen und für die Spargelernte unverzichtbaren Saisonarbeitskräfte aus Südost- und Osteuropa im Moment nicht oder nur mit großer Mühe nach Deutschland einreisen“, erklärte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz heute in Wiesbaden.

Die Lage in den Betrieben ist sehr ernst, denn ohne die Erntehelferinnen und Erntehelfer kann die Spargelernte nicht bewältigt werden. Engpässe beim Spargel, aber auch bei anderen Gemüsearten könnten die Folge sein. Auch fürchten die Landwirtinnen und Landwirte in dieser Situation um ihre Existenz. „Wir haben uns auf Bundesebene bereits mit aller Kraft dafür eingesetzt, dass es schnelle und stabile Regelungen zur Gewährleistung der Einreise für die Saisonarbeitskräfte für Gartenbau und Landwirtschaft gibt. Am Montag will sich das Bundeskabinett mit entsprechenden Regelungen befassen.“

„Auch der Transit durch andere Länder der EU muss trotz allgemeiner Grenzschließung sichergestellt sein. Zudem appelliere ich an die Bundesregierung, die bestehende 70-Tage-Regelung für Saisonarbeitskräfte, die bereits im Land sind, für die nächsten Wochen auszusetzen. Auch das Thema Zuverdienstmöglichkeiten für potentielle Helferinnen und Helfer aus anderen Branchen müssen wir schnellstens auf Bundesebene klären“, betonte die Ministerin.

Der Engpass wird sich voraussichtlich auch auf die Preisentwicklung auswirken. „Ich bitte um Verständnis und Akzeptanz für eventuell höhere Preise für regionale Produkte. Mit dem Kauf regionaler Produkte können wir dennoch alle einen Beitrag leisten und unsere Bäuerinnen und Bauern unterstützen“, ergänzte Hinz.

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