Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Gartenbau

Der Gartenbau – eine wichtige Branche für Hessen

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz
05.02.2019Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser auf dem Hessischen Gartenbautag 2019 in Grünberg

fotolia_83326430_m.jpg

Kleingarten
© ajlatan / Fotolia

„Gartenbauerinnen und Gartenbauer arbeiten mit der Natur und für die Natur und sind kompetente Ansprechpartner in der Region. Mit einem Einkauf im Fachbetrieb unterstützen wir die Gärtnerei, die Baumschule vor Ort und damit die regionale Wertschöpfung“, erklärte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute auf dem Hessischen Gartenbautag 2019 in Grünberg. „Traditionen und Trends“ – so lautet das Motto der Tagung des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen (GVBWH). Neben Fachvorträgen erhalten einzelne Mitglieder Auszeichnungen und Ehrungen.

„Die neue Hessische Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des Öko-Anbaus in Hessen auf 25 Prozent zu erhöhen. Gerade im Gartenbau sehe ich Potenzial und ich ermuntere insbesondere große Gemüsebaubetriebe über eine Umstellung nachzudenken. Die Nachfrage nach Bio-Gemüse steigt jedenfalls stetig“, so die Umweltstaatssekretärin. „Jedem sollte dabei bewusst sein, dass Qualität ihren Preis hat: Entlang der Wertschöpfungskette müssen die höheren Aufwände preislich honoriert werden, das gilt gleichermaßen auch für naturnah arbeitende konventionelle Betriebe und ihre Produkte“, ergänzte sie.

Die Dürre im Jahr 2018 ging auch am Gartenbau nicht spurlos vorbei. „Die trockenen Frühjahre und Sommer der vergangenen Jahre zeigen, dass die Bewässerung an Bedeutung gewinnt. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen sind effiziente Techniken erforderlich, um sorgsam mit der begrenzten Ressource Wasser umzugehen. Es freut mich daher sehr, dass die Hochschule Geisenheim in ihrer Beratung mit Betrieben Lösungen erarbeitet“, erklärte Tappeser. Die Hessische Landesregierung beabsichtigt in diesem Jahr, den Betrieben im Gartenbau eine Förderung von Frostschutzmaßnahmen anzubieten, um so empfindliche Kulturen, die durch den Klimawandel vermutlich öfter auftretenden Spätfrosten ausgesetzt sind, wirksam schützen zu können. Auf Bundesebene setzt sich die Hessische Landesregierung für verbesserte Versicherungslösungen und die Möglichkeit steuerfreier Rücklagen ein, damit sich Betriebe für Schäden durch extreme Wettersituationen finanziell absichern können. „Es deutet vieles darauf hin, dass Extremwettereignisse künftig öfter auftreten werden, daher müssen wir vor allem präventiv deutlich mehr tun. Gleichzeitig kann und muss der Gartenbau ebenfalls einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. So sollten wir alles dafür tun, die Qualität der Böden nicht nur zu erhalten sondern auch zu verbessern, damit diese überlebensnotwendige Ressource auch kommenden Generationen zur Verfügung steht“, ergänzte Tappeser.

In diesem Jahr hat der Gartenbauverband „Funny Honey“ zur Balkonpflanze des Jahres 2019 erklärt. Ihre ungefüllten Blüten sind für Bienen und andere Bestäuber sehr attraktiv. „Wir alle haben die Möglichkeit, durch die Verwendung insektenfreundlicher Pflanzen, aktiv zum Insektenschutz beizutragen. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Wahl auf ‚Funny Honey‘ gefallen ist“, so die Staatssekretärin abschließend.

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin: 
Frau Ira Spriestersbach
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
+49 611 815 1020
+49 611 815 1943
pressestelle@umwelt.hessen.de
Schließen