Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Startseite » Presse » Pressemitteilungen » Bienen produzieren Honig und tragen zur Artenvielfalt bei
Bienenkampagne

Bienen produzieren Honig und tragen zur Artenvielfalt bei

Thema: 
Landwirtschaft & Tierschutz
12.11.2017Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Staatssekretärin Dr. Tappeser zeichnet beim 9. Honigtag die besten Imkerinnen und Imker aus

bienen_c_hessische_staatskanzlei.jpg

Bienen
Bienen
© Hessische Staatskanzlei

„Ohne die Bienen und die vielen anderen Bestäuber stünde die Landwirtschaft vor dem Aus! Das ist keine gewagte These oder Zuspitzung im Sinne einer Schlagzeile, sondern es ist Fakt. 80 Prozent der Obsternte basiert alleinig auf dieser Bestäubungsleistung. Und ohne die Imker stünden die Bienen vor dem Aus. Darum freue ich mich sehr heute die Leistung beider entsprechend zu würdigen“, sagte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser heute beim neunten Hessischen Honigtag in Driedorf. Auch die Landesregierung hat die bedeutende Rolle der Bienen erkannt und hat darum die landesweite Kampagne ‚Bienenfreundliches Hessen‘ ins Leben gerufen. Ziel ist es die Lebensräume von Wild- und Honigbiene zu schützen. „In unserer Bienenkampagne tragen die zahllosen und meist ehrenamtlich aktiven Imkerinnen und Imker eine tragende Rolle“, bedankte sich Dr. Tappeser.

Der Landesverband Hessischer Imker veranstaltet alljährlich den Hessischen Honigtag, bei dem die Imkerinnen und Imker sich über eigene Erfahrungen und neue Entwicklungen austauschen können. Höhepunkt eines jeden Honigtages ist die Preisverleihung im Rahmen der Hessischen Honigprämierung. Die eingereichten Honige werden dabei nach einem bundesweit einheitlichen Schema einer Prüfung auf Sauberkeit, Konsistenz, Geruch und Geschmack und einer chemisch-physikalischen Analyse zum Beispiel auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln unterzogen. 230 Imkerinnen und Imker reichten ihren Honig ein und hatten damit die Chance auf die begehrte Auszeichnung.

„Die Honigprämierung ist ein wichtiger Baustein für die Kommunikation mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern: Nach objektiven Kriterien geprüfter Honig zeigt, was für ein wertvolles Naturprodukt hier erzeugt wird. Zugleich können Imkerinnen und Imker den eigenen Honig besser vermarkten“, machte die Staatssekretärin deutlich. Obwohl das Honigjahr 2017 zunächst durch die Fröste im April mit schwierigen Bedingungen startete, da die Bienen in den erfrorenen Blüten keinen Nektar finden konnten, waren die Erträge im Durchschnitt doch zufriedenstellend und bei den eingereichten Honigen wurde eine gute Qualität erzielt.

Die fünf besten mit Gold prämierten Imkerinnen und Imkern bekamen von der Honigkönigin Carolin I., Manfred Ritz, dem Vorsitzenden des Landesverbandes Hessischer Imker, und von Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser in Driedorf Medaillen übergeben. Die beiden Besten erhielten zusätzlich jeweils eine Ehrenmedaille der hessischen Landesregierung in Silber bzw. Bronze. Bei der diesjährigen Honigprämierung wurde Herr Dirk Pipping aus Herborn mit der Staatsmedaille in Silber und Herr Hans Alles aus Lorsch mit der Staatsmedaille in Bronze geehrt.

„Mit unserer landesweiten Kampagne ‚Bienenfreundliches Hessen‘ möchten wir nicht nur Imkerinnen und Imker, sondern auch Landwirtinnen und Landwirte, Kommunen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher ansprechen“, so die Staatsekretärin. Im Rahmen der Kampagne fanden in diesem Jahr schon zahlreiche Aktionen statt, bei der auch die verschiedenen Zielgruppen miteingebunden wurden. So wurden beispielsweise Blühstreifen angelegt oder kommunale Flächen mit bienenfreundlichen Pflanzen bepflanzt. „Jeder und jede kann etwas zur Bienenfreundlichkeit beitragen. Ob auf den Feldern, in der Kommune oder im eigenen Garten. Wir wollen aufklären und auf die Situation der bestäubenden Insekten aufmerksam machen“, so Dr. Beatrix Tappeser abschließend.

Hintergrund:

Die Preisträger 2017:

1. Platz: Herr Dirk Pipping, Herborn

2. Platz: Herr Hans Alles, Lorsch

3. Platz: Herr Martin Zahn, Heppenheim

4. Platz: Herr Harry Kopp, Darmstadt

5. Platz: Brigitte und Günter Greff, Egelsbach

 

 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecher: 
Herr Mischa Brüssel de Laskay
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
+49 611 815 1020
+49 611 815 1943
pressestelle@umwelt.hessen.de